Landwirtschaftlicher Hauptverein für Ostfriesland e.V.

Europäischer Grüner Deal

Green Deal, From Farm to Fork sind Schlagworte, die seit einiger Zeit durch die EU geistern, was steckt dahinter, wie stehen wir als Bauernverband dazu? Nachfolgend finden Sie eine Sammlung (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) zum Thema.


26.08.2022

LHV setzt sich weiter für Änderungen der EU-Pläne bei Pflanzenschutzmitteln ein

Blühstreifen am Kartoffelfeld, Landwirtschaft und Naturschutz müssen vereinbar bleiben.

Der kürzlich von der EU-Kommission vorgelegte Entwurf einer „Verordnung über die nachhaltige Verwendung von Pflanzenschutzmitteln“ sorgt bei den Landwirtinnen und Landwirten in Ostfriesland für großes Unverständnis und Fassungslosigkeit. „Die Pläne der Kommission entziehen, sollten sie so wie geplant umgesetzt werden, uns faktisch die Arbeitsgrundlage. Die sichere Versorgung der Verbraucherinnen und Verbraucher mit Nahrungsmitteln aus der Heimat wäre gefährdet“, betont Manfred Tannen, Präsident des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Ostfriesland e. V. (LHV).

 

Ostfriesland wäre sehr stark betroffen, etwa die Hälfte der Ackerflächen unterliegen einem Schutzstatus. „Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber dem Naturschutz bewusst.“ erläutert Carl Noosten, LHV-Vizepräsident, „Blühstreifen, die Teilnahme an Gänse- und Wiesenvogelschutzprogrammen und vieles mehr haben in den letzten Jahren stark zugenommen und der Verbrauch an Pflanzenschutzmitteln ist abnehmend.“ weiß der Ackerbauer, dessen Flächen in einem Landschaftsschutzgebiet liegen.

 

Im Bereich des Pflanzenschutzmitteleinsatzes findet ein stetiger Wandel statt, mechanische Verfahren oder technische Erneuerungen (Sensortechnik) finden Eingang auf die Felder. „Wir stellen uns den Anforderungen, die Lösung von Zielkonflikten, wie z.B. die Schädigung von Gelegen beim Striegeln der Flächen gegen Beikräuter, ist jedoch eine hohe Herausforderung.“ berichtet Noosten. Der Einsatz der Pflanzenschutzmittel erfolgt schon längst nach dem Motto „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“, da der Einsatz mit hohen Auflagen und hohen Kosten verbunden ist.

 

Was bedeutet eigentlich ein Pflanzenschutzmittelverbot eigentlich? „Die Pflanzen werden anfälliger gegen Schädlinge, Pilze und Krankheiten, dadurch verringert sich einerseits die Ertragsmenge, aber auch die Qualität verschlechtert sich.“ erklärt Manfred Tannen. Das Angebot an lebensmitteltauglichen Ernten wird knapper und damit verteuern sich Lebensmittel noch weiter. „Das betrifft jeden Einzelnen, nicht nur uns Landwirte.“ verdeutlicht er.

 

Die EU bietet der Bevölkerung an, sich an der Konsultation zu diesem Thema zu beteiligen und die eigene Meinung dazu mitzuteilen. Die Konsultation ist unter folgendem Link abrufbar: https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/12413-Pestizide-nachhaltige-Verwendung-aktualisierte-EU-Vorschriften-_de

30.08.2022

Wir helfen bei der Erstellung einer Stellungnahme!

Aktuell besteht die Möglichkeit im Rahmen einer öffentlichen Konsultation bis zum 19. September die Pläne zu kommentieren (s.o.).

Die eingegangenen Rückmeldungen werden nach Fristende von der Europäischen Kommission zusammengefasst und dem Europäischen Parlament und dem Rat vorgelegt, um in die Gesetzgebungsdebatte einfließen zu können. Daher ist es besonders wichtig durch zahlreiche Teilnahme zu zeigen, dass die geplanten Regelungen für uns als Berufsstand erhebliche Bedeutung haben.

Die Konsultation wurde geschlossen, vielen Dank an alle, die sich dort zu Wort gemeldet haben!



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