Landwirtschaftlicher Hauptverein für Ostfriesland e.V.

22.11.2021

Landvolk - INFO Bioenergie

Nachhaltigkeitsverordnung notifiziert

Die Kommission hat dem BMU am 15. November die eingereichten nationalen Verordnungen zur Umsetzung der RED II ohne Kommentare bestätigt. Die Bundesregierung plant, die Nachhaltigkeitsverordnungen am 24.11. im Kabinett zu beschließen. Damit treten die beiden Verordnungen in der bei der EU eingereichten Version noch dieses Jahr in Kraft. Der Nachhaltigkeitsnachweis ist damit ab 1. Januar 2022 vergütungsrelevant. Betroffene Betreiber sollten also umgehend aktiv werden und die Zertifizierung angehen. Es gibt eine zusätzliche Ausnahmeregelung, die bis zum 30. Juni 2022 befristet ist. Zur Beantragung ist eine Eigenerklärung bei der BLE vorzulegen. Diese Eigenerklärung wird in Kürze von der BLE veröffentlicht. Um sowohl den Betreiber als auch den liefernden Landwirten den Einstieg in die Thematik zu erleichtern, haben der Fachverband Biogas und der DBV in den letzten Wochen gemeinsam eine Arbeitshilfe erstellt. Dieses Papier soll den Akteuren in der Branche helfen, die Hintergründe der Nachhaltigkeitszertifizierung zu verstehen und erfolgreich umzusetzen. Heruntergeladen werden kann die Liste hier. (Quelle: DBV)

 

Ackerstatus 2008: Datenplattform kommt

Der Aufbau einer Online-Plattform, auf der Landwirte, Anlagenbetreiber und Auditoren schnell und unkompliziert den historischen Status der Feldblöcke zum Stichtag 1. Januar 2008 abfragen können, schreitet voran. Inzwischen haben acht Bundesländer bereits Daten geliefert oder fest zugesagt, dies noch zu tun. In fünf weiteren Bundesländern (Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Saarland und Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein) ist noch nicht geklärt, ob und in welchem Umfang sie Daten bereitstellen können bzw. wollen. Die bereits vorliegenden Daten wurden durch den DBV an REDCert übergeben. REDCert wird in den nächsten Monaten die technische Umsetzung sicherstellen und dann auch der Betreiber der Plattform sein. (Quelle: DBV)

 

Tagung: Biokraftstoffe im Alltagseinsatz

Biokraftstoffe zählen derzeit zu den bedeutendsten Alternativen im Mobilitätssektor. Zur Einhaltung der europäischen Klimaschutzziele ist die deutsche Landwirtschaft dazu angehalten, bis zum Jahr 2030 ihre Treibhausgasemissionen weiter zu reduzieren. Die Entwicklungen im Bereich der alternativen Kraftstoffe stehen dabei mitunter im Fokus. Daher gibt es gute Gründe, notwendige Strategien zu diskutieren und Einsatzbedingungen für den Einsatz von Biokraftstoffen zu optimieren. Die diesjährige NRW-Biokraftstofftagung beleuchtet die Biokraftstoffe und ihren Markt sowie den Praxiseinsatz integrierter Konzepte. Im Rahmen der Tagung werden Fachreferenten sowohl zu wissenschaftlichen wie auch politischen Entwicklungen Stellung nehmen sowie Praktiker von ihren Alltagserfahrungen berichten. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier. (Quelle: LWK NRW)

 

Mehr Biodiesel im Einsatz

Im August 2021 wurden 266.710 t Biodiesel und damit 15 % mehr als im Vormonat beigemischt. Da der Dieselverbrauch gleichzeitig nur um 2 % auf 2,9 Mio. t zunahm, erhöhte sich der Beimischungsanteil auf 8,3 %. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) weist darauf hin, dass die Norm für Dieselkraftstoff, DIN EN 590, den Biodieselanteil auf sieben Volumenprozent begrenzt. Der diese Vorgabe überschreitende Beimischungsanteil ist Hydriertes Pflanzenöl (HVO). Diese Mengen werden vom zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nach wie vor nicht ausgewiesen, kritisiert der Verband. Die UFOP schätzt den Mengenbedarf für das Kalenderjahr auf ca. 2,5 Mio.t Biodiesel/HVO. Demzufolge verringert sich der Absatz um etwa 0,5 Mio. t verglichen mit dem Ausnahmejahr 2020. Im Jahr zuvor mussten die THG-Quotenverpflichteten die Emissionsminderung gemäß der EU-Kraftstoffqualitätsrichtlinie in Höhe von 6 % ohne Quotenübertragung und damit vorrangig mit physischer Ware erfüllen. Diese Erfüllungsoption besteht wieder ab 2021. Hinzu kommt der grundsätzlich stetig sinkende Diesel- bzw. Energiebedarf infolge des Aufwuchses der E-Mobilität und der mit diesem Antrieb verbundenen besseren Energieeffizienz. (Quelle: UFOP)

19.10.2021

Landvolk - INFO Bioenergie

FA Erneuerbare Energien / NawaRo: Analyse der Wahl und Strategie im Mittelpunkt

Zum ersten Mal nach langer Pause fand am 7. Oktober wieder eine Sitzung im HDLE statt, diesmal als Hybridveranstaltung. Per ZOOM-Konferenz diskutierten die Teilnehmer im Saal und online intensiv, welche Schlüsse aus dem Ergebnis der Bundestagswahl zu ziehen sind und welche Schwerpunkte bei den Parteien gesehen werden. Dabei wurde deutlich, dass die veränderten politischen Rahmenbedingungen auch Veränderungen in der Kommunikationsstrategie des DBV notwendig machen. Ein Verweis auf den Vertrauensschutz für bereits getätigte Investitionen sei dabei nicht mehr ausreichend. In den Mittelpunkt der Argumentation müsse stattdessen noch mehr als bisher gestellt werden, was die Landwirtschaft zum klimafreundlichen Umbau der Energieversorgung beitragen kann. Im Bereich Biogas ist es nach wie vor notwendig, Perspektiven für möglichst viele der Anlagen zu schaffen, welche kurz- und mittelfristig aus dem EEG fallen. Auch das Thema Photovoltaik nahm einen breiten Raum ein. Gemeinsamer Konsens war dabei, dass hier für den Berufsstand viele Chancen liegen, die Verbände jedoch gefordert sind, „die Welle in die richtigen Bahnen zu lenken“. Daher soll zeitnah eine Arbeitsgruppe gegründet werden, um regional vorhandene Best-Practice-Beispiele möglichst schnell in der Breite bekannt zu machen und sich über bestehende Problematiken auszutauschen.

Nach der Mittagspause informierte die Geschäftsstelle des DBV die Teilnehmer ausführlich über das „Fit for 55“-Paket der EU-Kommission und die Aktualisierung der Klimastrategie des DBV. Aus der regen Diskussion zu beiden Themen konnten unter anderem einige Anregungen für die Beratungen über die mögliche zukünftige Ausrichtung der Landwirtschaft mitgenommen werden. Abschließend wurde noch der derzeitige Stand bei der Umsetzung der erweiterten Nachhaltigkeitszertifizierung für Bioenergie nach der RED II vorgestellt. Aufgrund der bekannten Verzögerung bei der Umsetzung in nationales Recht gab es zu dem Thema zahlreiche Rückfragen und ebenfalls noch einmal eine lebhafte Diskussion. (Quelle: DBV)

 

EEG: Nachbesserungen dringend notwendig

Die Bundesnetzagentur veröffentlichte kürzlich die Ergebnisse der zweiten Ausschreibungsrunde für Biomasse in 2021. Wie die vorherigen Ausschreibungsrunden war auch diese Runde erneut deutlich unterzeichnet. Bei einem ausgeschriebenen Volumen von 275 Megawatt (MW) wurden lediglich 73 Gebote mit einem Volumen von 70 MW bezuschlagt. Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüros Bioenergie, kommentierte dies im Namen der Bioenergieverbände. „Die starke Unterzeichnung der zweiten Ausschreibungsrunde ist so nicht hinnehmbar. Trotz einer Reihe positiver Entwicklungen des novellierten Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG), wie beispielsweise der angehobenen Gebotshöchstwerte, zeigen sich erneut die deutlichen Auswirkungen der einschneidenden Verschlechterungen, die mit dem EEG 2021 einhergingen. Im Speziellen sorgt vor allem die endogene Mengensteuerung für große Verunsicherung, die dazu geführt hat, dass die Unterdeckung nochmals zusätzlich verschärft wurde, was angesichts der Ziele beim Klimaschutz und der drohenden Stromlücke auf großes Unverständnis stößt. Die deutlich erkennbare Zurückhaltung innerhalb der Branche ist jedoch angesichts der dadurch entstandenen mangelhaften Investitionssicherheit nicht verwunderlich. Zudem fehlt bis zum jetzigen Zeitpunkt den Betreibern die nötige Planungssicherheit bezüglich der beihilferechtlichen Genehmigung des Flexibilitätszuschlags für Bestandsanlagen. Hier ist mehr Druck von Seiten der Bundesregierung auf die Europäische Kommission wünschenswert.

Die nächste Bundesregierung sollte so bald wie möglich die endogene Mengensteuerung abschaffen und genauso die Südquote, die ab 2022 die Verunsicherung für Gebote aus den nördlichen Bundesländern weiter verstärkt. Außerdem ist es dringend nötig, dass die Europäische Kommission den Flexzuschlag genehmigt. Die Gebotshöchstwerte müssen auf ihre Wirtschaftlichkeit für kleinere und mittlere Anlagen überprüft werden“, so Rostek. (Quelle: HBB)

 

EEG-Umlage sinkt deutlich

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben fristgerecht die neue EEG-Umlage für 2022 bekannt gegeben. Sie sinkt von 6,500 auf 3,723 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Es handelt sich dabei um den ersten deutlichen Rückgang der Umlage seit ihrer Einführung. Nach jahrelangem Anstieg hatte es ab 2014 auch immer wieder leichte Senkungen, aber nur im Nachkommabereich, gegeben. Nun sinkt die Umlage erstmals um mehrere Cent.

Wie die Netzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW mitteilten, läge die Umlage bei 4,657 Cent, falls es keinen Bundeszuschuss gäbe, der 2022 bei 3,25 Mrd. € liegt. Die Umlage sinkt daher aufgrund der hohen Marktpreise und eines mit mehr als 4,5 Mrd. € gut gefüllten EEG-Kontos. Für 2022 hatte die Bundesregierung eine Deckelung der Umlage bei 6 Cent beschlossen, von dieser Grenze ist man nun weit entfernt. Auf manche Erzeuger kommt im nächsten Jahr erstmals der Abzugsbetrag für ausgeförderte Anlagen zu. Er beträgt 0,184 Cent/kWh und gilt für über 20-jährige Anlagen, deren Förderung beendet ist und die nicht anderweitig direktvermarktet werden. Damit werden die Vermarktungskosten der Übertragungsnetzbetreiber abgegolten. Die gesenkte EEG-Umlage ist nur ein Bestandteil des Endpreises beim Strom. Daher wird damit gerechnet, dass sie die Stromkosten allenfalls stabilisieren, nicht aber senken wird. Viele Produzenten wie Düngerhersteller mussten in den vergangenen Wochen ihre Produktion wegen hoher Energiekosten senken. (Quelle: AZ)

 

Viel Kritik an EU-Plänen zum Forstbereich

Viel Kritik musste sich der für die Forstwirtschaft zuständige Kommissar Janusz Wojchiechowski anhören. Die von der Kommission geplante neue EU-Forststrategie müsse die wirtschaftlichen Aspekte des Sektors stärker berücksichtigen, insbesondere den Wert der Produkte, die er liefern könne, anstatt sich zu sehr auf seine mögliche Rolle für Klima und Umwelt zu konzentrieren, erklärten die Minister am 12. Oktober. Der Agrarrat in Luxemburg hörte auch viele Delegierte, die die EU-Exekutive daran erinnern wollten, dass die Forstwirtschaft nicht in den Zuständigkeitsbereich der Union fällt und dass sie ihre eigene Politik festlegen werden, die der vielfältigen Natur der europäischen Wälder gerecht wird. Die lebhafte Debatte fand auf der Grundlage eines vierseitigen Papiers des slowenischen Ratsvorsitzes mit dem Titel „Mitteilung über die neue EU-Forststrategie für 2030 – Grundsatzdebatte" statt. Per Callenberg, Staatssekretär des schwedischen Ministers für ländliche Angelegenheiten, betonte die Bedeutung der „Multifunktionalität unserer Wälder", die seiner Ansicht nach „in der EU-Politik anerkannt und gebührend berücksichtigt werden muss". Er verwies auf das „gut etablierte Konzept" der „nachhaltigen Forstwirtschaft" und forderte, die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Wirtschaft, Umwelt und Soziales – als unteilbar zu betrachten. „Leider hat die Kommission mit der Strategie keinen ausgewogenen Ansatz erreicht", sagte er. „Wichtige Dimensionen wie die Nachfrage nach Rohstoffen aus unseren Wäldern und die Bedeutung der Forstwirtschaft für die ländliche Entwicklung fehlen weitgehend." Der slowakische Minister Samuel Vlčan wollte „ein gewisses Bedauern darüber zum Ausdruck bringen, dass der Rat, d. h. die Mitgliedstaaten, nicht in den Entwurfs- und Vorbereitungsprozess einbezogen wurden." „Ich werde das Gefühl nicht los, nachdem ich dieses Material gelesen habe, als ob die Kommission die Mitgliedstaaten und ihre Waldbewirtschaftung kritisieren würde." Und der belgische Minister David Clarinval ergänzte: „Es ist meines Erachtens Sache der Mitgliedstaaten, auf nationaler oder internationaler Ebene den besten Rahmen zu entwickeln, um den Eigentümern und Bewirtschaftern von Wäldern Orientierung zu geben. Die Entscheidungen sollten auf der Ebene getroffen werden, die den Wäldern und den Waldbewirtschaftern am nächsten ist", fügte er hinzu. (Quelle: AgE)

22.09.2021

Landvolk - INFO Bioenergie

Holzenergie ist treibender Motor für den Klimaschutz

Holz übernimmt eine wichtige Klimasenkfunktion und ist unverzichtbarer Bestandteil der Treibhausgasneutralität 2045. Darauf machten die beiden FVH- und BBE-Vorstandsmitglieder Sebastian Henghuber und Julia Möbus in einer Pressemeldung aufmerksam. Gleichzeitig stellten sie dabei einige Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der Holzenergie in der neuen Legislaturperiode aus dem Positionspapier des Hauptstadtbüros Bioenergie (HBB) vor. Im unmittelbaren Vorfeld des 21. Fachkongresses Holzenergie bekräftigen die beiden Vorstandsmitglieder Sebastian Henghuber und Julia Möbus des Fachverbandes Holzenergie (FVH) im Bundesverband Bioenergie (BBE) die positiven Klimaschutzwirkungen des nachwachsenden Rohstoffes Holz. Mit Kernforderungen aus dem Positionspapier des Hauptstadtbüros Bioenergie (HBB) richten sie sich an die am 26. September neu zu wählende Bundesregierung und appellieren für eine angemessene Berücksichtigung der Holzenergie im Rahmen der Energiewende und des Klimaschutzes. (Quelle: HBB)

 

Endlich neue Chancen für Biokraftstoffe

Das Treibhausgasquotengesetz wird nach über einem Jahrzehnt Stagnation endlich für Wachstum bei Biokraftstoffen sorgen, ganz besonders bei reststoffbasierten. Bundesregierung und Bundestag haben unsere Forderungen weitgehend übernommen. Konkret gibt es bei güllebasierten Biomethananlagen regional schon viele Projektplanungen. Gülle wird so zum gesuchten Rohstoff. Auch Biomethan aus Stroh ist profitabel (Technologieführer Verbio AG). Der Preis im THG-Quotenhandel hat im Vorgriff auf das neue Gesetz bereits deutlich angezogen. Begrenzender Faktor ist derzeit die noch kleine Fahrzeugflotte für CNG und LNG. Ein Impuls zur Umstellung bei Lkw und Bussen wird von der steigenden CO2-Abgabe auf Treibstoffe erwartet. Der DBV wird sich jetzt gemeinsam mit den Biokraftstoffverbänden verstärkt für höhere Beimischungsgrade (B10, B30 für Lkw, E20, …) einsetzen, um das Marktpotenzial zu verbreitern. Denn mit höheren Beimischungen können Verbraucher den steigenden CO2-Preis zum Teil auffangen. (Quelle: DBV)

 

Mehr Biogas in den Verkehrssektor bringen

Die Klimabilanz im Verkehrssektor ist aus Sicht des Fachverbands Biogas bisher miserabel: Seit dem Jahr 1990 sind die Treibhausgasemissionen gleichbleibend hoch, beim Schwerlastverkehr sogar um 43 % gestiegen. Sie stehen damit im krassen Widerspruch zum Klimaschutzgesetz, welches ein Minus von 48 % bis 2030 vorsieht. Der dringend notwendige Handlungsbedarf lässt sich allein mit E-Mobilität kurzfristig nicht lösen. „Wir brauchen eine sofort verfügbare Alternative zu Diesel und Benzin, die praxistauglich ist und sich sowohl für PKW als auch für LKW eignet“, fordert daher der Präsident des Fachverbandes Biogas e.V., Horst Seide, und ergänzt: „Biogas in Form von CNG oder LNG ist heute schon verfügbar und erprobt, wird regional erzeugt, spart bis zu 90 % an Treibhausgasen ein und ist zudem deutlich preiswerter als Benzin oder Diesel.“ Aktuell erzeugen die deutschen Biogasanlagen pro Jahr rund 100 Terawattstunden (TWh) Gas. Davon werden etwa zehn TWh zu Biomethan aufbereitet und ins Gasnetz eingespeist. Gut eine Terawattstunde Biomethan landet im Verkehr – das ist immerhin dreimal so viel wie noch vor fünf Jahren, aber immer noch viel zu wenig angesichts der bestechenden Vorteile dieser Kraftstoffoption. Insgesamt geht der Fachverband Biogas von einem Potenzial von etwa 240 TWh aus, das in deutschen Biogasanlagen erzeugt werden könnte. Damit ließe sich knapp ein Zehntel der 3,4 Mio. zugelassenen deutschen LKW betanken. (Quelle: Fachverband Biogas)

 

Deutsche Biodieselausfuhren weiter überdurchschnittlich

Deutschland exportierte im ersten Halbjahr 2021 laut Statistischem Bundesamt rund 933.117 t Biodiesel, demgegenüber belief sich der Import auf 429.657 t. Wichtigster Handelspartner sind mit 42 bzw. 36 % am Gesamtexport bzw. -import nach wie vor die Niederlande als wichtigster EU-Marktplatz für den Biodieselhandel. Allerdings ist der Import um 60 % deutlich zurückgegangen. Nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) kamen darüber hinaus größere Importmengen aus Belgien, Malaysia und Polen, die allerdings ebenfalls alle geringer ausfielen als im Vorjahreszeitraum. Bei den Importen dominiert das Angebot aus anderen EU-Ländern (84 %); wichtigstes Drittland ist Malaysia, das allerdings mit nur knapp 65.000 t erneut auf Platz 3 der Lieferländer steht. Unter den Empfängerländern für deutschen Biodiesel dominieren mit den Niederlanden, Polen und Belgien ebenfalls EU-Länder (88 %). Wichtigstes Drittland sind hier die USA, die in der ersten Hälfte 2021 mit knapp 71.000 t den vierten Platz halten, obgleich die Liefermenge gegenüber Vorjahreszeitraum um 30 % zurückgegangen ist. Die UFOP weist darauf hin, dass in dieser Statistik ausschließlich Biodiesel berücksichtigt wurde; paraffinische Kraftstoffe wie hydriertes Pflanzenöl (HVO) werden nicht ausgewiesen. (Quelle: UFOP)

Die Produktinfos können Sie auch direkt beim Landesverband unter www.landvolk.net/Mitglieder/Produktinfos oder über die neue Landvolk-App unter https://landvolk.net/landvolk-app abrufen. Sie benötigen dafür lediglich Ihre Mitgliedsnummer, die Sie z. B. auf Ihrer Mitgliedskarte finden.

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