Landwirtschaftlicher Hauptverein für Ostfriesland e.V.

11.01.2019

Landvolk - INFO Geflügel

BUND-Gutachten Freilandhaltung

Zu viele Tiere, zu viel Kot, zu viel Stickstoff: In Brandenburg werden jedes Jahr Freiland-Legehennenanlagen genehmigt, die laut geltendem Recht nicht betrieben werden dürften. Zu dem Ergebnis kommt ein vom BUND Brandenburg in Auftrag gegebenes Gutachten.

Demnach seien sämtliche bestehenden und geplanten Freilandanlagen in Brandenburg gesetzeswidrig, in denen bis zu 40.000 Tiere gehalten werden. Der Kot der Tiere führe auf viel zu kleinen Auslaufarealen zu einem überhöhten Nitrat- und Stickstoffeintrag und dadurch zu schädlichen Bodenveränderungen sowie Gefahren für das Grundwasser, sagte der Berliner Verwaltungsrechtler Tim Stähle im rbb.

Man konzentriert sich auf Anlagen unter 40.000 Tiere, weil das Gesetz vor der Genehmigung größerer Anlagen eine Bürgerbeteiligung vorschreibt. "Deshalb werden in Brandenburg so viele Standorte für knapp unter 40.000 Tiere beantragt und genehmigt." Laut Stähle sei das vorliegende Gutachten auf der Basis neuer Forschungsergebnisse der Uni Kassel erstellt worden. Rechtswidrig sei demnach, dass Entscheidungen für den Bau neuer Anlagen vom zuständigen Landesumweltamt einfach durchgewunken würden. Das Landesumweltamt müsse sofort die Genehmigungspraxis umstellen, andernfalls werde man Klage einreichen, so Stähle. Das Ministerium will das Gutachten zunächst prüfen lassen.

 

Schwarzkopfkrankheit bei Puten erfassen

Die Eintrags- und Infektionswege der Schwarzkopfkrankheit sind bis heute nicht lückenlos aufgeklärt. Um konkrete Vorschläge für ein weiteres Vorgehen entwickeln zu können, ist es unabdingbar, das zahlenmäßige, wirkliche Ausmaß der Erkrankung in deutschen Putenbeständen zu kennen.

Aufgrund vermehrter Fallzahlen in deutschen Putenhaltungen während der letzten Monate sieht der Verband Deutscher Putenerzeuger (VDP) Handlungsbedarf. Putenhalter bzw. ihre Erzeugergemeinschaften sind nach sehr schwacher Beteiligung in 2017 erneut gebeten, mitzuteilen, wenn der Betrieb im Jahr 2018 von der Schwarzkopf-Krankheit betroffen war und wie viele Tiere jeweils erkrankt waren.

Erzeugergemeinschaften können auch gesammelt antworten. Bitte senden Sie Ihre Mitteilung bis zum 24. Januar 2019 per Mail an Dr. Eva-Maria Gefeller, Tierärztin in der gemeinsamen Geschäftsstelle des ZDG: dr.eva-maria.gefeller@zdg-online.de.

Neben weiterhin intensiven Nachforschungen in Bezug auf die Eintrags- und Infektionswege wird der Fokus in Zukunft verstärkt auf die Möglichkeiten einer Impfung gegen die Schwarzkopfkrankheit gelegt werden.

Die Produktinfos können Sie auch direkt beim Landesverband unter www.landvolk.net/Mitglieder/Produktinfos abrufen. Sie benötigen dafür lediglich Ihre Mitgliedsnummer, die Sie z. B. auf Ihrer Mitgliedskarte finden.

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