Landwirtschaftlicher Hauptverein für Ostfriesland e.V.

15.03.2019

Landvolk - INFO Milch / Rind

Markt

(AMI, ZMB) In KW 9 lag die Milchanlieferung mit 0,8 % weiter leicht über dem Niveau des Vorjahres. Mit 0,3 % weniger Milch gab es im Vergleich zur Vorwoche eine Unterbrechung im saisonalen An-stieg der Anlieferung. Im weißen Sortiment ist für die Jahreszeit ein normaler Absatz zu verzeichnen. Bei abgepackter Butter setzt sich die stabile Tendenz der Vorwochen fort. Für Blockbutter ist die Lage bei einem ausreichenden Angebot abwartend. Die Notierung wurde auf 4,00 bis 4,20 €/kg (Kempten, 13.3.19) gesenkt. Der Markt für Schnittkäse bewegt sich auch nach den Karnevalstagen, bei kontinuierlicher Nachfrage aus dem In- und Ausland und anhaltender Auftragslage, weiterhin in stabilen Bahnen.

Bei Magermilchpulver hat sich der Markt bei weiterhin guten Exportmöglichkeiten etwas beruhigt. Vollmilchpulver wird am Binnenmarkt stetig nachgefragt, wobei sich die Preise stabil bis schwächer entwickelt haben. Molkenpulver in Lebensmittel- und Futtermittelqualität erzielt derzeit unveränderte Preise.

 

Strategie 2030 kommt (langsam) voran

In den vergangenen Wochen befand sich der DBV in Gesprächen mit dem BDM sowie den Molkerei-verbänden, um über die Definition einer Strategie 2030 zu beraten. Gemeinsames Ziel aller Beteiligten ist die Fertigstellung einer ambitionierten und breit akzeptierten Strategie bis Ende 2019. Im Um-feld des Berliner Milchforums werden die Verhandlungen zu den gemeinsam zu tragenden Inhalten beginnen.

 

Bundesministerin Klöckner im DBV-Präsidium

Bundesministerin Klöckner war zu Gast im DBV-Präsidium. Düngeverordnung, Tierwohllabel und der gesellschaftliche Blick auf die Landwirtschaft standen im Mittelpunkt. Die Ministerin zeigte sich trotz kritischer Stimmen des DBV-Präsidiums insbesondere zur Novelle der Düngeverordnung inhaltlich sattelfest und meinungsstark. Öffentlich äußerte Klöckner zu dem Termin, dass sie „an der Seite der Landwirte für eine zukunftsfähige Landwirtschaft“ stehe.

 

EU-Parlament gegen unfaire Handelspraktiken

Das EU-Parlament hat die Richtlinie gegen unfaire Handelspraktiken angenommen. Sobald der Rat ebenfalls zustimmt, müssen die EU-Mitgliedsstaaten das Paket in nationales Recht überführen. DBV-Präsident Rukwied begrüßte im Gegensatz zum Handel ausdrücklich den Beschluss: „Wir brauchen diese Mindestregeln für ausgewogenere Kräfteverhältnisse. Die neuerlichen Preiskämpfe der Handelsketten sind ein Warnsignal.“ Rukwied bekräftigte die Forderung nach kartellrechtlichen Privilegierungen für Erzeuger und ihre Vermarktungsorganisationen.

 

Landwirte können ihre Weideaustriebe veröffentlichen

Das Grünlandzentrum eröffnet die Weidesaison am Samstag, den 13. April, auf dem Hof „Auf der Wurp“, Harrierwurp 31 in Brake unter dem Motto „Kühe und Konzert“.

Auf vielfachen Wunsch stellt das Grünlandzentrum unter www.proweideland.eu eine Online - Plattform zur Verfügung, auf der Milchviehbetriebe aus anderen Orten und Regionen in Niedersachsen Ihren Weideaustrieb ankündigen und bewerben können,

Die Plattform dient als Multiplikator und soll dazu beitragen, die Weidehaltung in der Öffentlichkeit breiter darstellen zu können.

Das Angebot für diesen Tag bestimmt jeder Betrieb für sich selbst. Für die interaktive Karte des Grünlandzentrums können interessierte Betriebe folgende Informationen zur Verfügung stellen:

·         Name des Betriebs

·         Veranstaltungsort

·         Zeitpunkt der Veranstaltung (Datum und Uhrzeit)

·         Programm (besondere Programmpunkte, z.B. Kinderprogramm)

·         Besonderheiten (Direktvermarktung, PRO WEIDELAND Betrieb etc.)

·         Foto (Aussagekräftiges Foto von der Familie oder dem Betrieb)

Falls sich Milcherzeuger oder Mutterkuhhalter angesprochen fühlen, können sie formlos eine Mail mit allen wichtigen Informationen an info@proweideland.de schicken oder sich telefonisch direkt mit dem Grünlandzentrum in Verbindung setzen.

Luisa Jäger (Projektleiterin), luisa.jaeger@gruenlandzentrum.de, Tel. 04401-82926-16

Lena Holzenkamp, lena.holzenkamp@gruenlandzentrum.de, Tel. 04401-82926-15

 

14 Grüne Berufe - Zwei davon sind weiß

Die 14 Grünen Berufe sind die Ausbildungsberufe im landwirtschaftlichen Bereich in Deutschland. Sie bieten jungen Menschen vielseitige und abwechslungsreiche Tätigkeiten und eröffnen gute berufliche Perspektiven.

Zwei der 14 Ausbildungsberufe - Milchtechnologe m/w und Milchwirtschaftlicher Laborant m/w) - sind tatsächlich eher weiß. Aufbauend auf den Ausbildungsberufen bietet der Milchsektor vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten.

Bundesweit einzigartig ist das Angebot der Hochschule Hannover. Zu nennen sind hier die Bachelorstudiengänge Milchwirtschaftliche Lebensmitteltechnologie und Lebensmittelverpackungstechnologie. Beide Studiengänge werden von der Hochschule Hannover am Standort Hannover–Ahlem angeboten. Zu jedem Wintersemester können bis zu 59 junge Menschen als Erstsemester ihr Studium in diesen beiden Fachrichtungen aufnehmen.

Für die, die sich über den Bachelor hinaus qualifizieren möchten, bietet der Standort die Möglichkeit den Master Milch- und Verpackungswirtschaft im Anschluss an den Bachelor aufzusetzen.

Schulabsolventen (allgemeine Hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife, Fachhochschulreife), die aktuell über ein Studium nachdenken, können sich auf der Homepage der Hochschule Hannover genauer informieren: https://f2.hs-hannover.de/studium/bachelor-studiengaenge/index.html

Auf der Homepage des Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband wurden die aktuellen Infoflyer der Hochschule ebenfalls eingestellt: https://landvolk.net/Dialog/Bildung/Unterrichtsmaterialien/2019/Hochschulstudium.php

Weiter besteht die Möglichkeit die Hochschule nach Terminvereinbarung zu besuchen und sich vor Ort über die Studiengänge zu informieren. Kontakte zu Ansprechpartnern sind ebenfalls auf den Infoflyern zu finden

Hinweis: Der Bewerbungsschluss für beide Bachelorstudiengänge für das Wintersemester 2019 ist am 15. Juli.

 

Blauzungenkrankheit: Memorandum DEU-NLD unterzeichnet

Für das innergemeinschaftliche Verbringen von unter 90 Tage alten Kälbern aus der deutschen BTV-8 Restriktionszone (betrifft aktuell: Bayern, B- W, Hessen, Rheinland – Pfalz, NRW und Saarland) in die Niederlande wurde ein Memorandum gezeichnet, welches ab sofort zur Anwendung kommen kann. Es wird darauf hingewiesen, dass entsprechend den im Memorandum genannten Bedingungen, eine zusätzliche Gesundheitsbescheinigung ergänzend zum TRACES-Zertifikat auszufüllen und amtlich zu unterzeichnen und zu siegeln ist. Die Meldung wurde bereits vom Niedersächsischen ML an die zuständigen Veterinärbehörden versendet.

Kritische Anmerkung:

Das Memorandum geht in den Anforderungen (negativer Test relevanter Serotyp, Repellentbehandlung, Traces Gesundheitsbescheinigung + zusätzliche Gesundheitsbescheinigung) deutlich darüber hinaus, was in der Vergangenheit in vergleichbaren Situationen ausgehandelt wurde. – Positiv: Für Rinderhalter in den Restriktionsgebieten wird der Handel ungeimpfter Kälber in die NL wieder ermöglicht.

Negativ: Die Anforderungen erscheinen sehr umfangreich und werden für betroffene Tierhalter hohe Kosten verursachen (stehen in keinem Verhältnis zum Erlös).

 

Impfung gegen BT - Lieferengpässe für Impfstoffe beachten!

Nach wie vor empfiehlt das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) auf Grundlage der ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut, empfängliche Wiederkäuer (Schafe, Ziegen und Rinder) gegen das Virus der Blauzungenkrankheit (BTV-4 und -8) zu impfen. Nur durch die Impfung können Vermarktungsmöglichkeiten auch in der nahen Zukunft gesichert werden! Da die Impfstoffe nach wie vor begrenzt verfügbar sind, rät das ML drin-gend dazu, sich bei geplanter Impfung frühzeitig mit den pharmazeutischen Herstellern in Verbindung zu setzen. Die aktuell zugelassenen Impfstoffe sind unter https://www.tierseucheninfo.niedersachsen.de/anzeigepflichtige_tierseuchen/seuchen_verschiedener_tierseuchen/blauzungenkrankheit/blauzungenkrankheit-21712.html veröffentlicht sowie auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Institutes einsehbar: https://www.pei.de/DE/infos/tieraerzte/tierarzneimittel/tierarzneimittel-node.html

 

Transportstopp für Nutzvieh in Drittländer

Schleswig-Holstein und Bayern untersagen zeitweilig Tiertransporte in Drittländer, da nach deren Ansicht die Einhaltung des EU-Tierschutzrechts beim Transport von Nutz- und Zuchttieren nicht durchgängig gewährleistet wird. In dieser Zeit genehmigen die zuständigen Behörden keine Transporte und es werden auch keine Voratteste für die Tiere ausgestellt. Die jeweiligen Landesbauernverbände befinden sich für eine schnellstmögliche Lösung in der Abstimmung mit ihren Landesministerien.

 

Thünen-Institut: Optionen zur Marktgestaltung

Das Thünen-Institut hat eine Studie über „Stabile und hohe Milchpreise?! - Optionen für eine Beeinflussung der Milchpreise“ veröffentlicht. Darin werden die milchpolitischen Positionen des DBV bestätigt. Das Thünen-Institut führt aus, dass eine Erhöhung des Weltmarktpreisniveaus durch Reduktion der EU-Milcherzeugung von kurzer Dauer wäre. Eine Abkopplung von Weltmarkt-preisen wäre für die EU möglich, wenn sie sich vom Exporteur zum Importeur wandelt, dies sei aber unrealistisch. Deshalb seien die Lieferbeziehungen bzgl. der Weitergabe von Marktsignalen, einer Steuerung des Angebotes und der Absicherung von Preisrisiken besser zu gestalten.

 

Gespräch mit KTBL zu Tierwohlindikatoren

Das KTBL arbeitet in einem vom BMEL geförderten Projekt an Ziel- und Alarmwerten für Tierwohlindikatoren. Der DBV nutzte ein Gespräch mit den Projektpartnern, um seine Kritik bzgl. des Vorgehens zur Definition von Alarm- und Zielwerten sowie der möglichen Verwendung derselben in amtlichen Kontrollen zu verdeutlichen. Der Orientierungsrahmen sollte eine Managementhilfe nur für den Tierhalter darstellen.

 

Kaum Nachfrage nach Jungbullen

(AMI) – Der Handel mit männlichen und weiblichen Schlachtrindern ist auch in der laufenden Woche zweigeteilt. Dabei trifft ein kleines Angebot an Jungbullen auf eine schwache Nachfrage seitens der Schlachtereien. Trotz der überschaubaren Mengen gestaltet sich die Vermarktung auch weiterhin relativ schwer. Führende Schlachtereien drängen auf Preisnachlässe im Einstand der Jungbullen. Da das Aufkommen, das ohnehin schon als klein eingestuft wird, scheinbar noch etwas zurückpendelt, erwarten Marktbeteiligte, dass die Jungbullenpreise sich demnächst wieder stabilisieren. Anders sieht die Lage im Handel mit Schlachtkühen aus. Hier ist die Nachfrage auch weiterhin flott, das Angebot fällt im Verhältnis dazu häufig etwas zu klein aus. Entsprechend kann der Bedarf von Seiten der Schlachtunternehmen nicht immer zeitnah gedeckt werden, die Erzeuger können mancherorts weitere kleine Aufschläge durchsetzen.

 

Ausfuhren von Rindern und Rindfleisch aus der EU gesunken

(AMI) – Während im Jahr 2017 die Ausfuhren an Rindern und Rindfleisch der EU ausgebaut wurden, änderte sich im vergangenen Jahr die Situation. So wurden im Zeitraum von Januar bis Dezember 2018 mit 890.200 t Rindfleisch 2,7 % weniger geliefert als im Vorjahreszeitraum. Der wichtigste Exporteur war dabei Spanien mit einem Anteil von 16 % aller Ausfuhren. Während Deutschland die Rindfleischexporte deutlich verringerte, bauten Frankreich, Polen und Spanien ihre Ausfuhren im größeren Maße aus. Bei den Zielländern nahm 2018 die Türkei mit einem Viertel die Führungsrolle ein. Die Türkei steigerte vor allem ihre Einfuhren an Zucht- und Nutzrindern.

Auf den nächsten Plätzen folgen der Libanon und Hongkong. Besonders der Libanon erhöhte seine Ausfuhren dabei deutlich mit einem Plus von 10 %.

Die Produktinfos können Sie auch direkt beim Landesverband unter www.landvolk.net/Mitglieder/Produktinfos abrufen. Sie benötigen dafür lediglich Ihre Mitgliedsnummer, die Sie z. B. auf Ihrer Mitgliedskarte finden.

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