Landwirtschaftlicher Hauptverein für Ostfriesland e.V.

26.11.2021

Landvolk - INFO Milch / Rind

Markt

(AMI, ZMB) Der saisonalen Entwicklung entsprechend wurden in der 45. KW 0,4 % weniger Milch als in der Vorwoche angeliefert. Damit lag das Milchaufkommen 3 % unter dem Niveau der Vorjahreswoche. Vorweihnachtsbedingt hat die Nachfrage des LEH nach abgepackter Butter angezogen. Die Preise sind kontraktbedingt stabil. Die Nachfrage nach Blockbutter hat sich beruhigt. Aufgrund der unterschiedlichen Preisvorstellungen zwischen Verkäufern und Käufern für Anfang 2022 werden nur wenige Abschlüsse getätigt. Die Preisnotierungen haben sich leicht auf 5,15 bis 5,35 EUR/kg (Kempten, 24.11.2021) abgeschwächt. Auf dem Schnittkäsemarkt übersteigt die Nachfrage weiterhin das Angebot mit den damit verbundenen Lieferengpässen. Die Preise ziehen weiter an. Ähnlich stellt sich die Situation auf den Pulvermärkten bei festeren bis steigenden Preisen dar.

Der durchschnittliche bundesweite Milcherzeugerpreis ist für Oktober 2021 im Vgl. zum Vormonat um 1,4 Ct/kg auf 38,4 Ct/kg (bei 4,2 % Fett; 3,4 % Eiweiß) gestiegen. Der Mittelwert der 25 % höchsten Vergleichspreise hat sich um 2,2 Ct/kg und der der 25 % niedrigsten Vergleichspreise um 0,7 Ct/kg erhöht.

 

DBV zum Koalitionsvertrag

DBV-Präsident Rukwied begrüßt den zügigen Abschluss der Koalitionsverhandlungen und stellt in einer ersten Bewertung fest, dass der Koalitionsvertrag gewaltige Herausforderungen für die Landwirtschaft beinhaltet. Die Absicht, eine umwelt- und klimagerechte Landwirtschaft weiterzuentwickeln, die auch den Bauern gute wirtschaftliche Perspektiven bietet, ist zu begrüßen. Es kommt jedoch gerade bei den Vorhaben zur Tierhaltung, zum Natur- und Pflanzenschutz maßgeblich auf die Umsetzung an. Ziel muss es sein, die heimische Landwirtschaft zu sichern und Strukturbrüche zu verhindern.

Zur Tierhaltung im Allgemeinen und zur Milchviehhaltung im Speziellen sehen die Koalitionäre eine Reihe von Maßnahmen vor. De facto verabschiedet sich die Koalition von wesentlichen Elementen (Finanzierung!) der Vorschläge der Borchert-Kommission. Gleichzeitig formuliert die Koalition das Ziel, in zehn Jahren aus der Anbindehaltung auszusteigen. Die Ammoniak- und Methanemissionen aus der Tierhaltung sollen deutlich reduziert werden. Der Milchmarkt wird in den kommenden Jahren „weiter beobachtet“.

 

DBV fordert Nachbesserungen zur GAP

Mit dem Beschluss des Bundeskabinetts über die GAP-Direktzahlungsverordnungen kann nach DBV-Generalsekretär Krüsken der nationale Entscheidungsprozess endlich weitergehen. Das sei zeitkritisch, denn die Landwirte brauchen für ihre Anbauplanung Klarheit über die Details der Agrarförderung. Erhebliche Nachbesserungen bei den Bundesratsberatungen seien noch erforderlich, wie u. a. eine attraktivere Prämienkalkulation für die neuen Eco Schemes und eine Erweiterung des Förderangebots vor allem für Grünland und Futterbau, so Krüsken.

 

Deutschland importiert weniger Rindfleisch

(AMI) – Im Zeitraum von Januar bis September 2021 ist die nach Deutschland eingeführte Menge an Rindfleisch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gesunken. Die Importe haben insgesamt um knapp 11 % abgenommen.

Einen besonders deutlichen Rückgang gab es bei den Lieferungen aus den südamerikanischen Ländern Uruguay und Brasilien. Der anteilsmäßig größte Teil des eingeführten Rindfleischs stammt allerdings aus den Niederlanden, die 13 % weniger Rindfleisch nach Deutschland transportierten als im Vergleichszeitraum. Nur Österreich und Irland haben ihre Lieferungen erhöht. Mit knapp 90 % bezieht Deutschland den Großteil des Rindfleischs aus anderen EU-Staaten. Gegenüber dem vergangenen Jahr wurde der Anteil, der aus EU-Mitgliedsstaaten kommt, erhöht.

Begründet werden die abnehmenden Importe mit der Corona-Pandemie. Die Nachfrage nach Rindfleisch ist wegen der Schließung gastronomischer Betriebe stark zurückgegangen. Dies führte zu einem geringeren Importbedarf. Insbesondere das Interesse an Edelteilen, die in vielen Fällen aus Südamerika eingeführt wurden, hat deutlich abgenommen. Entsprechend sind besonders die Lieferungen aus Drittländern zurückgegangen

 

Milcherzeugertage der Landwirtschaftskammer finden nur noch ONLINE statt

Die beiden Milcherzeugertage in Aurich-Middels und in Ahlerstedt fallen aufgrund der aktuellen Coronalage aus und finden nun als Online-Veranstaltung statt. Die Online-Veranstaltung wird am 02.12.2021 ab 10 Uhr stattfinden. Das Programm bleibt wie bereits geplant bestehen. Der Link der Veranstaltung wird Ihnen nach der Anmeldung vor der Veranstaltung zugesendet. Anmeldung unter: https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/vera/6394_Milcherzeugertage_2021_-ONLINE-_mit_hochaktuellen_Themen_der_Milchviehhaltung

19.11.2021

Landvolk - INFO Milch / Rind

Markt

(AMI, ZMB) Für die dritte Novemberwoche wird das saisonale Tal in der Milchanlieferung von den Marktexperten erwartet. In der 44. KW lag das Milchaufkommen 0,1% unter der Vorwoche und 2,9% unter der Vorjahreswoche. Die Nachfrage auf dem Buttermarkt hat sich für Blockbutter beruhigt und für abgepackte Butter bewegt sich diese auf saisonal typisch gutem Niveau. Die Preise liegen für beide Butter-sparten auf stabil hohem Niveau. Die Situation auf dem Schnittkäsemarkt ist aufgrund der geringen Verfügbarkeit unverändert angespannt. Lieferungen werden weiter gekürzt und geschoben. Die Käsepreise tendieren weiter steigend. Auf den Pulvermärkten setzen sich festere bis steigende Preistendenzen durch. Auch hier müssen Lieferungen für Magermilchpulver teilweise verschoben werden. Momentan werden unter vorsichtiger Prämisse Verhandlungen für das 1. Quartal 2022 geführt.

Beim GlobalDairyTrade-Tender (GDT) am 16.11.2021 lagen die Preise mit 1,9% (im Durchschnitt über alle Produkte und Zeiträume) über dem Niveau des letzten Handelstermins. Das Handelsvolumen stieg um 1,6% auf 30.397 Tonnen.

 

DBV-Milchsymposium

Gestern fand ein DBV-Symposium zu wirtschaftlichen Perspektiven in der Milchviehhaltung statt. Dazu referierten Experten aus Wissenschaft, Finanzwesen, Beratung und Markt. Auf besonderes Interesse stießen die ökonomischen Analysen mit Blick auf mehr Tierwohl, der Vergleich mit Milch-bauern in Europa und die Strukturentwicklung in der Milchviehhaltung in Deutschland. DBV-Vizepräsident Schmal betonte, dass Verlässlichkeit, Umsetzbarkeit und Augenmaß bei Tierwohl und Umweltschutz unerlässlich sind und mit den wirtschaftlichen Erfordernissen der Milchviehbetriebe in Einklang gebracht werden müssen. Das Symposium ist online abrufbar unter: https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=QCX4k68lkw8

 

„QM+“ ab 01. April 2022 im Kühlregal?

Die Verhandlungen zum Tierwohlmodul QM+ von QM-Milch befinden sich auf der Zielgeraden. Ob-wohl letzte Punkte des Finanzierungsmodells noch zwischen LEH, Molkereien und Landwirtschaft ab-gestimmt werden müssen, konnte man sich vor wenigen Tagen darauf einigen, dass mit QM+ gelabelte Milchprodukte voraussichtlich ab dem 01. April 2022 im Kühlregal zu finden sein werden. Die Gespräche laufen in den kommenden Tagen weiter und sollen noch im November in den wesentlichen Punkten abgeschlossen werden.

 

TV-Kampagne der Landwirtschaft

Zum ersten Mal seit zwölf Jahren wird ein von der Landwirtschaftsbranche getragener Werbespot bundesweit zur besten Sendezeit ausgestrahlt. Der Spot „Damit das Leben lebt“ wird vom 15. bis 26. 11.2021 vor der ARD-Tagesschau sowie im ZDF-Vorabendprogramm gesendet und durch eine Allianz vom Forum Moderne Landwirtschaft und Partnern aus der Branche initiiert. Zu den Details: https://www.moderne-landwirtschaft.de/damit-das-leben-lebt/

 

Landwirtschaftskammer bietet kostenloses Webinar zum Thema Eutergesundheit

Für den Landwirt sind die wirtschaftlichen Verluste durch eine Erkrankung des Euters enorm: Jede einzelne Euterentzündung belastet das Betriebsergebnis durchschnittlich mit über 400 Euro. Auch das Tierwohl wird auf Grund der möglicherweise auftretenden Schmerzen beeinträchtigt. Für den Betriebsleiter entsteht ein zusätzlicher Arbeitsaufwand. Zudem werden die Möglichkeiten der Mastitisbekämpfung künftig noch stärker eingeschränkt, denn als Reaktion auf das zunehmende Auftreten resistenter Krankheitserreger strebt die EU eine deutliche Reduktion des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung an. Eutererkrankungen müssen daher zukünftig durch eine optimale Vorbeugung vermieden werden. Im Rahmen der beiden Webseminare zum Thema "Eutergesundheit im Fokus" stellt Ihnen Dr. Andreas Steinbeck von Boehringer Ingelheim die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um die Vorbeugung und Behandlung von Euterkrankheiten praxisnah vor. Die Teilnahme ist auf Grund der Projektförderung kostenfrei.

Das erste Seminar „Das richtige Trockensteher-Management“ findet am 25. November um 19:30 – 21:00 Uhr statt. Anmeldung bis 24.11. unter: https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/action/vera.html?id=6768

 

Projekt „EiKoTiGer“ bietet kostenlose Online-Schulung zu Tierschutzindikatoren an

(KTBL, Thünen-Institut) Tierschutzindikatoren helfen Tierhalterinnen und Tierhaltern festzustellen, ob es ihren Tieren gut geht. Um diese fachgerecht anwenden zu können, bekommen sie jetzt Unterstützung mit einer kostenfreien Online-Schulung. In dieser Schulung lernen Interessierte die Tierschutzindikatoren der Praxisleitfäden Rind, Schwein und Geflügel kennen und erfahren, wie sie diese in ihren Betrieben nutzen können. Anhand von Fotos und Videos lassen sich die erworbenen Kenntnisse für die jeweilige Produktionsrichtung in einem Online-Test prüfen. Je nach Ergebnis können sich die Anwenderinnen und Anwender ein Zertifikat ausstellen lassen. Die Schulung wurde im Rahmen des Projektes EiKoTiGer gemeinsam von Thünen-Institut, Friedrich-Loeffler-Institut, Universität Kassel und KTBL erarbeitet.

Zur Schulung:

https://tierschutzindikatoren-schulung.ktbl.de/

Weitere Informationen:

https://www.ktbl.de/themen/tierwohlbewertung

 

Anhaltend flotte Geschäfte mit Jungbullen

(AMI) Die Nachfrage nach Jungbullen ist auch Mitte November ungebrochen rege. Fast überall wird von flotten Geschäften berichtet, der Bedarf der Schlachtunternehmen kann oft nur knapp gedeckt werden. Mit Hinblick auf die näher rückende Weihnachtszeit hat die Nachfrage nach Jungbullen sogar noch einmal zugenommen, selbst die vergleichsweise hohen Preise werden von den Aufkäufern zumeist ohne Widerstand gezahlt. Noch ist ein Ende dieser Entwicklung nicht zu erkennen, auch wenn die Geschäfte in den kommenden Wochen an Schwung verlieren dürften. Bei den Schlachtkühen präsentiert sich der Markt dagegen deutlich ausgeglichener. Die Nachfrage ist hier weniger rege, dennoch lassen sich die vorhandenen Stückzahlen durchweg absetzen. Einzig im Süden führt der Weideabtrieb zu etwas umfangreicheren Stückzahlen, hier und da wird vergeblich versucht, den Preis leicht zu drücken. Dennoch wird insgesamt von einer stabilen Marktlage gesprochen.

12.11.2021

Landvolk - INFO Milch / Rind

Markt

(AMI, ZMB) Experten gehen davon aus, dass das Saisontief bzgl. der Milchanlieferung in Kürze erreicht sein sollte. In der 43. KW wurde genauso viel Milch angeliefert wie in der Vorwoche. Dennoch lag das Milchaufkommen 2,9 % unter der Vorwoche. Frischeprodukte werden aktuell im normalen Umfang nachgefragt, wobei von einer anziehenden Nachfrage für fettreiche Produkte im Vorweihnachtsgeschäft ausgegangen wird.

Die Nachfrage nach abgepackter Butter wird als normal eingeschätzt. Die Preise liegen auf konstant hohem Niveau. Die beruhigte Nachfrage nach Blockbutter wird auf eine weitestgehende Kontrahierung und Bedarfsdeckung bis zum Jahresende zurückgeführt. Momentan werden Abschlüsse für das 1. Quartal 2022 verhandelt. Die Preise notieren stabil bei 5,25-5,45 EUR/kg (Kempten, 10.11.2021). Aufgrund der höheren Nachfrage und des geringeren Angebots bleibt der Schnittkäsemarkt angespannt. Die Hersteller sind ausverkauft. Das Preisniveau ist weiter steigend. Die Pulvermärkte entwickeln sich aufgrund der sehr guten Nachfrage fester mit anziehenden Preisen. Z. T. werden Zuteilungen bei Magermilchpulver vorgenommen.

 

DBV kritisiert Verzögerungen bei der GAP

Durch einen ausbleibenden Kabinettsbeschluss verzögert sich innerhalb der Bundesregierung die Einigung auf zwei Verordnungen zur Umsetzung der GAP in Deutschland. Dieser Vorgang ist zeitkritisch, denn bis Ende 2021 sollen die Mitgliedstaaten ihre nationalen GAP-Strategiepläne bei der EU-Kommission einreichen. Gelingt dies nicht, drohen weitere Verzögerungen beim Umstieg auf eine veränderte Agrarförderung in 2023. „Wir haben kein Verständnis dafür, dass die Bundesregierung die GAP-Verordnungen nicht zum Abschluss bringt. […] Unsere Bauern brauchen endlich Planungssicherheit. Diese Verzögerung muss jetzt zumindest dafür genutzt werden, die bestehenden Defizite bei den Eco Schemes und beim Grünland zu beheben“, so DBV-Generalsekretär Krüsken.

 

VDM zur Herkunftskennzeichnung

Der Verband der Deutschen Milchwirtschaft (VDM) hat auf seiner Homepage ein Papier zum Sachstand beim Thema „Herkunftskennzeichnung“ veröffentlicht. Darin werden der EU-Rechtsrahmen und die Entwicklungen am EU-Binnenmarkt skizziert sowie die Positionierung der Initiativverbände der Strategie 2030 dargestellt und die des DBV zu einer verbindlichen Haltungs- und Herkunftskennzeichnung hervorgehoben. Das Papier ist einsehbar unter https://www.milcherzeugerverband-bayern.de/fileadmin/user_upload/news/2021-VMB-Milch-News-11/2021.10.22-Herkunftskennzeichnung-S2030.pdf

 

DBV-Symposium zur Wirtschaftlichkeit

Der DBV veranstaltet nächste Woche Donnerstag (18.11.2021) von 18:00-21:00 Uhr ein Symposium zur Wirtschaftlichkeit in der Milchviehhaltung im Online-Format. Eine aktive Beteiligung ist über Slido möglich. An der Veranstaltung teilnehmen kann man über die DBV-Homepage: www.bauernverband.de

 

Fokus ruht auf Jungbullen

(AMI) – Der Fokus im Handel mit Schlachtrindern ruht auch in der laufenden Woche auf den Jungbullen und hochwertigen Färsen. Das Angebot ist hier weiterhin eher etwas zu knapp, weshalb es zu weiteren Aufschlägen kommt. Nach wie vor werden insbesondere männliche Tiere rege geordert, das vorhandene Angebot ist zumeist eher knapp. Viele Landwirte haben in den vergangenen Wochen mit den Ablieferungen gezögert, entsprechend wird häufig von vergleichsweise hohen Schlachtgewichten berichtet. Auch für die kommenden Wochen erwarten die meisten Marktteilnehmer anhaltend flotte Geschäfte. Mit dem näher rückenden Weihnachtsgeschäft werden weitere Impulse im Fleischhandel erwartet. Überwiegend ausgeglichen präsentiert sich dagegen der Handel mit Schlachtkühen. Auch hier lassen sich die vorhandenen Mengen zügig absetzen, von knappen Stückzahlen spricht allerdings niemand. Vielmehr nimmt das Angebot regional langsam zu.

 

Landwirtschaftskammer lädt zum 18. Milcherzeugertag und zum 14. Milcherzeugerforum ein

Letztes Jahr mussten die Milcherzeugertage aufgrund der Corona-Pandemie bedauerlicherweise ausfallen. In 2021 sollen diese jedoch am Mittwoch, den 01.12. in Aurich-Middels und am Donnerstag, den 02.12.21 in Ahlerstedt wieder als Präsenzveranstaltungen mit 2G-Regelung stattfinden. Als erster Referent wird Herr Dr. Jörg Willig das Thema Fruchtbarkeit bei Milchkühen bearbeiten. Danach wird Herr Dr. Christian Koch von der Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung Hofgut Neumühle aus Rheinland-Pfalz über die intensive und verlustarme Kälberaufzucht, mit der er sich auf dem Versuchsbetrieb seit Jahren beschäftigt, vortragen. Ein weiterer Vortrag ist vom Praktiker Dr. Gerd Karch aus Börrstadt, ebenfalls Rheinland-Pfalz. Die Familie Karch bewirtschaftet einen Milchviehbetrieb mit 170 Kühen. Der Betrieb verfolgt seit Jahrzehnten eine besondere Management- und Zuchtphilosophie in der Herde, wobei unter anderem die Verlängerung der Zwischenkalbezeiten (Ø ca. 480 Tage) im Vordergrund steht. Das Ergebnis ist eine gesunde und leistungsstarke Herde mit vielen alten Kühen mit hoher Lebenstagsleistung. Weitere Infos und Anmeldung zu Aurich-Middels (01.12.) unter

https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/action/vera.html?id=6393  und zu Ahlerstedt (02.12.) unter

https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/action/vera.html?id=6394

05.11.2021

Landvolk - INFO Milch / Rind

Markt

(AMI, ZMB) In der 42. KW wurden 0,6 % weniger Milch erfasst als in der Vorwoche. Damit lag die Milchanlieferung 2,7 % unter Vorjahresniveau. Der Preis für abgepackte Butter hat mit einem deutlichen Sprung, um 1,40 EUR/kg im Vgl. zur Vorwoche, zugenommen und wurde nun bei 5,84-5,94 EUR/kg notiert (Kempten, 03.11.2021). Dies ist die höchste Preis-notierung seit Sommer 2018, in dem die Butter ein Rekordpreisniveau aufwies. Für Blockbutter scheint aufgrund der beruhigten Nachfrage der Bedarf bis zum Jahresende weitestgehend gedeckt zu sein. Die Notierungen wurden hier leicht angehoben auf 5,25-5,45 EUR/kg (Kempten, 02.11.2021). Ebenso ist ein kräftiger Preisanstieg für Schnittkäse zu verzeichnen. Die Hersteller sind für die nächsten Wochen ausverkauft. Zum Teil kommt es zu Kürzungen. Es wird von einem knappen Angebot auf den Pulvermärkten bei festen bis steigenden Preisen berichtet.

Beim GlobalDairyTrade-Tender (GDT) am 02.11.2021 lagen die Preise mit 4,3 % (im Durch-schnitt über alle Produkte und Zeiträume) über dem Niveau des letzten Handelstermins. Das Handelsvolumen stieg um 2.097 Tonnen (+7,5 %) auf 29.915 Tonnen.

 

DBV zur Studie des Umweltbundesamtes

Die Studie des Umweltbundesamtes (UBA) über umweltschädliche Subventionen stößt auf Kritik aus der Landwirtschaft. Nach Ansicht des DBV sind der Agrardiesel und der Mehrwertsteuersatz für Lebensmittel keine Subventionen. Die Kritik des UBA beruht auf einem falschen Verständnis der Regelung, welche einen Teilausgleich für eine Benachteiligung darstellt. Europäische Wettbewerber wie Frankreich und Polen arbeiten mit deutlich niedrigeren Steuersätzen. Zudem verweigert das UBA eine realistische Antwort, wie Traktoren klimaschonend betrieben werden sollen, so DBV-Generalsekretär Krüsken. Eine Aufgabe des reduzierten Mehrwertsteuersatzes bedeute eine Steuererhöhung auf Lebensmittel, die besonders einkommensschwache Verbraucher treffen würde.

 

QM-Milch mit Relaunch seiner Website

QM-Milch stellt das neue QMilch-Programm vor. Der für Anfang 2022 zu erwartende Start dieses Programms war ein Anlass, den öffentlichen Auftritt des Vereins neu aufzusetzen und einen Relaunch seiner Homepage vorzunehmen. Diese ist unter www.qm-milch.de erreichbar. Auf den Seiten kann man sich einen Überblick über alle Informationen und Dokumente, u. a. zu den Bestandteilen des QMilch-Programms sowie dem QM-Nachhaltigkeitsmodul, verschaffen.

 

EU: Umfrage zu unlauteren Handelspraktiken

Die EU-Kommission hat eine Befragung an Lieferanten in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette zu unlauteren Handelspraktiken gestartet. Die Ergebnisse dieser Umfrage werden bei der Überwachung und Bewertung der Wirksamkeit der Richtlinie zur wirksamen Bekämpfung unlauterer Handelspraktiken verwendet. Die Umfrage ist bis zum 31.01.2022 zu finden unter

https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/2nd_survey_UTPs

 

EU-weites Tierschutzlabel: Umfrage unter Pro Weideland Mitgliedern verlängert

Wegen schlechter Rücklaufquoten verlängert: Die Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission (GD SANTE) hat das externe Unternehmen ICF mit der Durchführung einer Studie zur Tierschutzkennzeichnung beauftragt. Diese Umfrage ist Bestandteil der Anstrengungen, die die Europäische Kommission – gemeinsam mit anderen Interessengruppen – unternimmt, um die Wissensgrundlage zu verbessern, auf der ein potenzieller künftiger Vorschlag für ein EU-weites Tierschutzkennzeichen entwickelt werden könnte. Die folgende Umfrage bildet einen Teil der von ICF für die Gesamtuntersuchung durchgeführten Datenerhebung, deren Ergebnis somit auch maßgeblich von Ihren Ansichten, Erfahrungen und Auskünften abhängt. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert etwa 15 bis 20 Minuten und ist nur für Pro Weideland Mitglieder gedacht.

Eine Teilnahme an der Umfrage ist noch bis zum 15. November möglich unter:

https://icfconsulting.qualtrics.com/jfe/form/SV_dj1CEdASNYRF6FU?Scheme_id=5&Q_Language=DE

 

Aufruf zur Aktion Lichter gegen das Vergessen

Der Förderverein der deutschen Schafhaltung ruft gemeinsam mit dem Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement auf: Die Wölfe fallen weiter in die Herden ein, immer mehr unserer Tiere fallen ihnen zum Opfer. Der Aktionismus beschränkt sich auf verwaltende Maßnahmen, deren Umsetzung im Dickicht der Bürokratie und des Klagedschungels gegen null geht. Nicht nur die Jahreszeit wird immer dunkler, auch die Aussicht, dass unsere Weidetierhaltung bestehen bleibt wird immer finsterer. Es soll gegen diese Finsternis und das Vergessen aufgestanden werden, indem am 10.11.2021 um 19 Uhr Lichter für Tierhalter und Tiere entzündet werden soll. Ein Beispiel wären Kerzen im Fenster, Lichterketten um Weiden, Höfe oder eine Feuerschale. Möglich ist es auch die Lichter mit einer Infotafel versehen, die aufklären warum und wofür diese Lichter brennen. Der Verein freut sich über Fotos und Videos, für mehr mediale Aufmerksamkeit. Alle teilnehmenden Betriebe sollten sich unter wende.schaf@outlook.de anmelden. Bei weiteren Fragen bitte an Gerd Dumke unter 01717773005 wenden.

 

Tierschutztransportverordnung beschäftigt das Landvolk weiterhin

Die Tierschutztransportverordnung und das damit einhergehende Verbot, Kälber unter 28 Tagen zu transportieren, wird wahrscheinlich in den nächsten Tagen in Kraft treten. Die Übergangfrist von einem Jahr würde somit beginnen und eine Umsetzung auf den Betrieben bis November 2022 bedeuten. Das Landvolk Niedersachsen setzt sich für eine Verlängerung der Übergangsfrist sowie für weitere Kompensationsmaßnahmen ein und befindet sich weiterhin in einem intensiven Austausch mit dem Ministerium. Zuletzt fordert das Landvolk das Ministerium auf, die Ergebnisse der in Auftrag gegebenen Folgenabschätzung zu erhalten. Diese Ergebnisse könnten die Grundlage eines Änderungsantrags sein, der bestenfalls eine Verlängerung der Übergangsfrist enthalten könnte. Ein Änderungsantrag kann erst gestellt werden, wenn das Gesetz in Kraft getreten ist. Deshalb fordert das Landvolk diesen schnellstmöglichst zu bearbeiten, damit die Milchviehhalter mehr Zeit für die Umsetzung der Regelungen haben. Weiter gilt es, dass aus Niedersachsen heraus für Mehrheiten zur Unterstützung des Änderungsantrages geworben wird.

 

Korrektur Meldung KW 43: EU-Konsultation zu Tierschutzvorschriften

Die EU-Kommission hat im Rahmen der Farm-to-Fork-Strategie eine öffentliche Konsultation zur Überarbeitung der EU-Tierschutzvorschriften für ein höheres Tierschutzniveau gestartet. Der Anwendungsbereich der Tierschutzregelungen soll erweitert und deren Umsetzung erleichtert werden. Die Befragung richtet sich an alle Betroffenen und kann bis zum 21.01.2022 durchgeführt werden. Der Link der letzten Woche war nicht korrekt folgend ein funktionierender Link:

https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/12950-Animal-welfare-revision-of-EU-legislation/public-consultation_de

 

Schlachtrinderpreise stabilisieren sich

(AMI) – Im Vergleich zu den vorangegangenen Wochen ist der Handel mit Schlachtrindern zwar weiter geprägt durch das geringe Angebot. Allerdings wird in dieser Woche die Nachfrage durch den regionalen Feiertag an Allerheiligen etwas ausgebremst. Zusätzlich ist nach dem deutlichen Anstieg der Preise für Jungbullen und höherwertige Färsen in der Vorwoche der Spielraum für weitere Preisanhebungen kleiner. Marktteilnehmer stufen die angebotenen Stückzahlen im Verhältnis zur Nachfrage als mittel bis gering ein. Es wird nicht ausgeschlossen, dass im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft noch weitere geringe Steigerungen der Preise, besonders bei den männlichen Schlachtrindern, möglich sind. Von Seiten der Schlachtunternehmen werden die deutlich gestiegenen Preise sehr kritisch gesehen, doch bei einer knappen Angebotssituation, müssen die entsprechenden Werte gezahlt werden.

Die Produktinfos können Sie auch direkt beim Landesverband unter www.landvolk.net/Mitglieder/Produktinfos oder über die neue Landvolk-App unter https://landvolk.net/landvolk-app abrufen. Sie benötigen dafür lediglich Ihre Mitgliedsnummer, die Sie z. B. auf Ihrer Mitgliedskarte finden.

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