Landwirtschaftlicher Hauptverein für Ostfriesland e.V.

13.03.2019

Landvolk - INFO Schwein

 

Vereinigungspreis für Schlachtschweine

14.03.2019 – 20.03.2019

Preise frei Eingang Schlachtstätte

Auto-FOM-Preisfaktor: 1,43 €/Indexpunkt

FOM-Basispreis: 1,43 €/kg SG (+ 3 Cent)

Schweine:    Angebot eher knapp

Ferkel:         stetige Nachfrage

VEZG-Basispreis Schlachtsauen

14.03.2019 – 20.03.2019    Preis ab Hof

1,01 €/kg SG (+ 3 Cent)

Quelle: AMI / VEZG

 

Neues "Krisenhandbuch ASP für Schweinehaltungen"

Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hätte massive Auswirkungen für die gesamte Schweineproduktion und insbesondere auch für die Schweinehalter. Um für einen Krisenfall möglichst gut vorbereitet zu sein, wurde im Rahmen einer Unterarbeitsgruppe der niedersächsischen Arbeitsgruppe „Krisenpläne der Wirtschaft – Veredelungs- und Fleischwirtschaft“ ein "Krisenhandbuch ASP für Schweinehaltungen" erstellt. Dieses Krisenhandbuch wendet sich maßgeblich an Schweinehalter. Neben der Darstellung möglicher Seuchenpräventionsmaßnahmen werden insbesondere die verschiedenen Seuchenszenarien in Abhängigkeit der Lage der Schweinehaltung im bzw. zum Restriktionsgebiet aufgezeigt. Durch die gezielte Einordnung des eigenen Tierbestandes sowie der Nutzung der Checkliste „Schweinehaltung im gefährdeten Gebiet – Was ist zu tun?“ und der bereitgestellten Muster-Anträge soll das Handbuch dem Tierhalter eine zielführende Vorgehensweise im Tierseuchenfall ermöglichen. Folgende Institutionen haben an der Erstellung des Krisenhandbuchs mitgewirkt: Goldschmaus Gruppe, Landvolk Niedersachsen - Landesbauernverband e.V., Vereinigung des Emsländischen Landvolkes e.V., Kreislandvolkverband Vechta e.V., Landkreis Vechta, Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V., Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Schweinegesundheitsdienst Niedersachsen, Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Tierärztekammer Niedersachsen, VION Emstek GmbH, Westfleisch SCE.

Das "Krisenhandbuch ASP für Schweinehalter" wird fortlaufend aktualisiert und steht unter dem folgenden Internet-Link zum Download zur Verfügung: https://www.tierseucheninfo.niedersachsen.de/startsei-te/aktuelles/afrikanische_schweinepest/afrikanische-schweinepest-21709.html

Unter diesem Link finden Sie auch das "Muster-Krisenhandbuch ASP für Schlachtbetriebe", das "Muster-Krisenhandbuch ASP für Tier-, Warentransporte, Sammelstellen und Berater" sowie "Hilfestellungen für Gemischtbetriebe".

 

QS-Betriebe setzen immer weniger Antibiotika ein

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hat vor zunehmenden Antibiotikaresistenzen im Krankenhaus und Schweinestall gewarnt und bezieht sich dabei auf Daten aus dem Jahr 2017. Nach dem Bericht der Efsa sind die Resistenzen im Schweinestall in Deutschland und Spanien besonders hoch ausgeprägt. Die Antibiotika Ampicillin, Tetracyclin und Sulfamethoxazol würden dort in mehr als 70% der Proben Resistenzen auf-weisen.

Demgegenüber steht die Datenauswertung von der QS GmbH mit positiven Ergebnissen. In 2018 ist die eingesetzte Antibiotikamenge bei Schweine- und Geflügel haltenden Betrieben im QS-System gegenüber dem Vorjahr erneut gesunken. Bei fast allen Wirkstoffgruppen, insbesondere bei den kritischen Antibiotika, hat eine deutliche Reduzierung stattgefunden. Der von Kritikern an die Tiermedizin geäußerte Vorwurf, es finde eine Verschiebung der eingesetzten Wirkstoffe statt, ist widerlegt. So wurde die Verbrauchsmenge an Fluorchinolonen von 4,75 t auf 3,81 t im Jahr 2018 gesenkt und ist damit um fast 20 % geringer ausgefallen. Während 2017 noch 0,4 t Cephalosporine der 3. und 4. Generation verabreicht wurden, waren es ein Jahr später mit 0,28 t klare 30 % weniger. Die Gesamtmenge der in den 29.864 Schweine- und 3.184 Geflügel haltenden Betrieben des QS-Systems eingesetzten Antibiotika ist 2018 mit knapp 464 t um 4,8 % im Vergleich zum Vorjahr (487 t) gesunken. Dabei ist bei allen Wirkstoffgruppen eine Mengenreduzierung festzustellen.

Mitte Februar hat auch die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) ihren Bericht zum Einsatz von Antibiotika in der Tiermedizin vorgelegt. Dieser dritte Bericht beinhaltet Daten von 155 Ländern aus den Jahren 2015 bis 2017. Hierbei zeigen die aktuellen Verbrauchszahlen, dass in der Tiermedizin überwiegend mit Wirkstoffklassen gearbeitet wird, die die WHO und EMA (Europäische Arzneimittelbehörde) als weniger kritisch ansehen – allen voran Tetrazykline (34,5%) und Penicillin (15,2%). Laut WHO haben mittlerweile etliche Staaten Überwachungssysteme und regulatorische Maßnahmen beim Antibiotika-Einsatz bei Mensch und Tier ergriffen.

 

USA intensiviert Maßnahmen gegen ASP

Die ASP-Ausbreitung in Asien und Osteuropa beunruhigt auch die US-Schweineproduzenten. Des-halb hat das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) seine Maßnahmen verschärft: Die Zahl der Mitarbeiter an wichtigen US-amerikanischen Handels-, See- und Flughäfen wurde aufgestockt und die Kontrollen verstärkt. Reisende, die ein ASP-Risiko darstellen (z.B. aus einem ASP-Ausbruchsland kommen oder von einem Schweinebetrieb), sollen zudem einer gesonderten Agrarkontrolle unterzogen werden. Es erfolgen verstärkte Inspektionen und Kontrollen von Anlagen, die Abfall als Tierfutter verwerten. So will das USDA sicherstellen, dass die verfütterten Produkte richtig erhitzt werden, um eine Ausbreitung der ASP zu verhindern. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Beamten in Kanada und Mexiko soll ein gemeinsames koordiniertes Vorgehen im Falle eines ASP-Ausbruchs entstehen. Ebenfalls wird eine enge Koordination mit der Schweinefleischindustrie angestrebt. Aber auch die Schweinehalter sollen bei dem Hinblick auf die Biosicherheitsmaßnahmen auf ihren Betrieben gefördert werden.

 

Weltweite Landwirtschaftszählung in 2020

Das Bundeskabinett hat am 27. Februar 2019 eine Änderung des Agrarstatistikgesetzes auf den Weg gebracht, mit dem die Voraussetzung für die Landwirtschaftszählung in 2020 geschaffen wird. Entsprechend einer Empfehlung der Welternährungs-organisation FAO werden im Jahr 2020 Landwirtschaftszählungen nicht nur in Deutschland, sondern weltweit durchgeführt. Mit der Gesetzesänderung werden u.a. die Informationen festgelegt, die von den Landesstatistikämtern bei den landwirtschaftlichen Betrieben abgefragt werden. Das sind z.B. Daten zu den bewirtschafteten Flächen, Tier-beständen, Stall- und Weidehaltung, Pachtpreisen, der Hofnachfolge oder Ausbringung und Lagerung von Wirtschaftsdünger. Dabei wird den Vorgaben der EU sowie dem speziellem nationalen Informationsbedarf Rechnung getragen.

 

EU-Schweinefleischexporte 2018 stabil

(AMI) – In 2018 bewegten sich die EU-Schweinefleischexporte mit 3,72 Mio. t in etwa auf Vorjahresniveau. Mit 37% der gesamten Ausfuhren war China der wichtigste Handelspartner. Dabei ist die Abnahme von Nebenerzeugnissen stark rück-läufig, während mehr Schweinefleisch in frischer und gefrorener Form abgenommen wurde. Desweiteren folgen mit deutlichem Abstand Japan und Südkorea, wobei allerdings insbesondere Südkorea seine Schweinefleischeinfuhren aus der EU um ein Fünftel gesteigert hat.

 

EU-Sauenbestand in 2018 massiv gesunken

(AgE) Nach Angaben von Eurostat wurden in der EU zur Viehzählung im Nov./Dez. 2018 insgesamt 148,77 Mio. Schweine gehalten (-1,0 % zu 2017). In lediglich sechs EU-Ländern wurde der Schweinebestand gegenüber dem Vor-jahr aufgestockt. Darunter war Spanien mit einem Plus von 3,9 % auf 31,15 Mio. Schweine. In Großbritannien, Belgien, Portugal, Schweden und Frankreich wurden zwischen 0,7 % und 2,7 % mehr Tiere gehalten. In Deutschland war die Schweinepopulation dagegen um 4,1 % auf 26,44 Mio. Tiere rückläufig. Noch stärker wurde die Haltung in den von der ASP betroffenen Ländern Polen und Rumänien eingeschränkt, nämlich um 7,4 % bzw. 8,7 %. Dort kam es auch zu einem massiven Abbau der Sauenherden. In den jeweiligen Kategorien verzeichnete nur der EU-Mastschweinebestand zum Vorjahr ein moderates Plus von 0,6 % auf 61,2 Mio. Tiere. Bei den Ferkeln und Läufern bis 50 kg wurde dagegen ein Rückgang von 1,9 % auf 75,59 Mio. Tieren festgestellt, so dass das Lebendangebot dieses Frühjahr kleiner als 2018 ausfallen dürfte. Äußerst deutlich ist die Zahl bei Sauen mit 3,0 % auf 11,81 Mio. Tiere gesunken. Das war der niedrigste Stand seit dem Jahr 2000.

 

D: Rückläufige Fleischproduktion in 2018

Laut dem Statistischen Bundesamt ist die Fleischerzeugung im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % auf insgesamt 8,0 Mio. t gesunken. Mit 56,6 Mio. geschlachteten Schweinen war dies 3,0 % weniger als 2017. Am stärksten sank das Schlachtaufkommen von importierten Schweinen

(-17,9 %), die in deutschen Betrieben geschlachtet wurden. Für das laufende Jahr prognostiziert das Thünen-Institut einen erneuten Rückgang der Schweineschlachtmenge um rund 1 Mio. Tiere.

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