Landwirtschaftlicher Hauptverein für Ostfriesland e.V.

01.12.2021

Landvolk - INFO Schwein

ASP bei Wildschweinen in Mecklenburg-Vorpommern

Das FLI hat mittlerweile bei vier verendeten Wildschweinen in Mecklenburg-Vorpommern das ASP-Virus nachgewiesen. Nach dem Fund eines infizierten Frischlings in der vergangenen Woche bei Marnitz, wurden drei weitere Tiere bei einer Treibjagd in den Ruhner Bergen erlegt. Die Ruhner Berge liegen größtenteils im Landkreis Ludwigslust-Parchim, grenzen aber auch an Brandenburg an. Am 25.11. hat der Landkreis die Tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung auf seiner Internetseite veröffentlicht.

In Deutschland wurden insgesamt 2.864 ASP-Fälle (Stand 30.11.) bei Wildschweinen amtlich bestätigt.

 

Biosicherheit auf den Höfen verbessern

·         Neue AG mit maßgeblichen Akteuren gegründet - Fokus liegt auf Informationsfluss

L P D – Das Landvolk Niedersachsen appelliert an die Schweine haltenden Betriebe, ihre aktuellen Maßnahmen der Biosicherheit zu überprüfen und zu verbessern, denn eine unzureichende Biosicherheit wird als Hauptursache für den Eintrag der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Hausschweinebestände angesehen. Um die notwendigen Anforderungen des neuen Europäischen Tiergesundheitsrechts umzusetzen und den Informationsfluss bis hin zum einzelnen Landwirt sicher zu stellen, hat sich auf Initiative der Niedersächsischen Tierseuchenkasse (Nds. TSK) und des Landvolks Niedersachsen in dieser Woche eine Arbeitsgruppe mit maßgeblichen Akteuren gegründet.

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium begrüßt den Vorstoß beider Institutionen ausdrücklich, insbesondere mit Blick auf das niedersächsische Geflügelpestgeschehen und die Afrikanische Schweinepest, die bedrohlich nahe an die Landesgrenze gerückt ist. „Umso wichtiger sei es daher, die Biosicherheit zu optimieren“, konstatiert Heinz Korte, Vorstandsvorsitzender der Nds. TSK. Dabei blickt er besorgt auf die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover, die eine bedenklich hohe Anzahl von Biosicherheitslücken in Schweine haltenden Betrieben aufgedeckt hat.

Für Jörn Ehlers, den Vizepräsidenten des Landvolks Niedersachsen, ist zudem die Frage der Kommunikation entscheidend: „Viele Materialien wie z.B. Fachinformationen und Checklisten für Landwirte zur Verbesserung von Biosicherheitsmaßnahmen sind vorhanden. Wir müssen nun sicherstellen, dass sie den rechtlichen Vorgaben des neuen Europäischen Tiergesundheitsrechts entsprechen, überall ankommen und einheitlich eingesetzt werden.“ Ziel der Arbeitsgruppe ist es, eben diese vorhandenen Materialien zu sichten, gemeinsam zu überarbeiten und schließlich zielgruppenorientiert zu verbreiten.

 

Özdemir soll Bundeslandwirtschaftsminister werden

Auch unter der neuen Ampel-Regierung von SPD, Grünen und FDP bleiben die beiden Ministerien Landwirtschaft und Umwelt auch weiterhin als eigenständige Ressorts bestehen, die beide an die Grünen gehen. Als Bundeslandwirtschaftsminister wurde der frühere Parteichef Cem Özdemir nominiert, der sich bei der partei-internen Abstimmung gegen Fraktionschef Dr. Anton Hofreiter durchsetzen konnte. DBV-Präsident Joachim Rukwied bezeichnete Özdemir als „pragmatischen Politiker. Verbunden mit dessen baden-württembergischer Herkunft sei dies eine gute Grundlage für eine gedeihliche Zusammenarbeit“. Das Ministerium für Umweltschutz soll die grüne Bundestagsabgeordnete Steffi Lemke führen, Sprecherin für Naturschutz ihrer Fraktion. Kritisch bewertet Rukwied hier die Pläne der Koalition, den gesundheitlichen Verbraucherschutz vom Agrar- ins Umweltministerium zu überführen, denn dieser gehört zu Landwirtschaft und Ernährung. Minister für Wirtschaft und Klimaschutz wird Co-Parteichef Robert Habeck.

 

ALDI will 5xD einführen

Nachdem die Rewe-Group Ende August angekündigt hatte, rund 95% des konventionellen Schweinefrischfleisch-Sortiments auf deutsche Herkunft umzustellen (s. Landvolk-INFO Schwein Nr. 34), haben nun auch ALDI Nord und ALDI Süd nachgezogen. Beide Discounter wollen bis zum vierten Quartal 2022 bei konventionellem Schweinefrischfleisch das Sortiment ebenfalls auf „5xD“ umgestellt haben. Ausgenommen hiervon sind internationale Spezialitäten, Bioprodukte, Filet und Tiefkühlartikel.

Aus Sicht des DBV ist dies ein weiteres dringend benötigtes positives Signal für unsere heimischen Schweinehalter in der derzeitigen Krise. Insbesondere für die Ferkelerzeuger ist das Bekenntnis zu 5xD ein wichtiger Schritt und es bleibt zu hoffen, dass weitere Lebensmittelhändler folgen. Nachholbedarf besteht aber nach wie vor im Bereich der Verarbeiter und Großverbraucher.

Vereinigungspreis für Schlachtschweine

02.12.2021 – 08.12.2021

Preise frei Eingang Schlachtstätte

Auto-FOM-Preisfaktor: 1,20 € /Indexpunkt

FOM-Basispreis: 1,20 €/kg SG (unverändert)

Schweine:   Nachfrage regional belebt

Ferkel:        Kaufinteresse leicht steigend

VEZG-Basispreis Schlachtsauen

02.12.2021 – 08.12.2021    Preis ab Hof

0,60 €/kg SG (- 3 Cent)

Quelle: AMI / VEZG

Online-Veranstaltung zum Projekt „100.000 Improvac-Tiere“

Das vom Landvolk Niedersachsen und den Landesbauernverbänden in NRW, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern initiierte Projekt „100.000 Improvac-Tiere“ konnte erfolgreich durchgeführt werden. Viele sind inzwischen aus dem Projekt in den normalen praktischen Umgang mit geimpften Ebern übergegangen.

Den Initiatoren ist es wichtig, ein Zwischenfazit zu ziehen. Deshalb laden sie sowohl die Projektteilnehmer als auch am Neueinstieg Interessierte herzlich zum Informationsaustausch zu den bisherigen Erkenntnissen mit der Impfung gegen Ebergeruch ein.

Aufgrund der Pandemieentwicklung findet die Veranstaltung digital statt:

Freitag, 3. Dezember 2021

von 10:00 bis 13:00 Uhr

Nutzen Sie bitte den folgenden Einwahl-Link:

https://youtu.be/A299pmW8-k4

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

 

Programm:

Eröffnung und Begrüßung

Hubertus Beringmeier, WLV-Präsident und Vorsitzender des DBV-Ausschusses Schweinefleisch

Warum wir die Initiative gestartet haben!

Dietrich Pritschau, Schweinehalter und Vizepräsident Bauernverband Schleswig-Holstein

Vermarktung und Wirtschaftlichkeit von geimpften Ebern

Rainer Bertels, Schweinehalter aus Neuenkirchen

Auswertung der Schlachtdaten und Hinweise zur Fütterung

Christa Niemann, WLV

Erfahrungen eines beteiligten Schlachtunternehmens

Heiner Manten, Heinrich Manten Qualitätsfleisch vom Niederrhein GmbH & Co. KG

Ausstieg aus der Ferkelkastration - Chance für die deutsche Schweinehaltung?

Dr. Martin Kreutzmann, Zoetis Deutschland GmbH

Schlusswort und Ausblick

Enno Garbade

Vorsitzender Arbeitskreis Sauenhaltung im Landvolk Niedersachsen

Die Veranstaltung wird unterstützt von 

Moderation und Diskussionsleitung:

Dr. Bernhard Schlindwein, WLV

Für Rückfragen: Markus Kappmeyer, Tel. 0511 – 36704 24

24.11.2021

Landvolk - INFO Schwein

ASP: FLI gibt Empfehlungen für Schweinehalter

(FLI) Vor dem Hintergrund der angespannten ASP-Situation empfiehlt das Friedrich-Loeffler-Institut allen Personen, die Schweine halten oder in Schweinehaltungen tätig sind, von Reisen in von der ASP betroffene Gebiete abzusehen. Insbesondere sollten sie dort nicht jagen und jeden Kontakt zu Haus- und Wildschweinen vermeiden. Von der Mitnahme von Trophäen oder Erzeugnissen, die ASP-Virus enthalten könnten, ist unbedingt abzusehen. Zudem rückt vor diesem Hintergrund des aktuellen Seuchengeschehen die Frage nach einem Impfstoff gegen die ASP wieder in den Vordergrund. Doch trotz jahrzehntelanger Forschung und teils vielversprechender Medienberichte ist allerdings noch kein zugelassener Impfstoff verfügbar. Dies liegt u.a. am komplexen ASP-Virus sowie an noch ausstehenden Sicherheitsprüfungen der Impfstoffkandidaten.

Weitere Informationen zum aktuellen Seuchengeschehen und zum Stand zur Impfstoffentwicklung finden Sie unter www.fli.de .

 

Kein Verbandsklagerecht für PETA in Baden-Württemberg

Im März 2020 hatte der Stuttgarter Verwaltungsgerichtshof entschieden, PETA aufgrund der Zahl von nur sieben ordentlichen Mitgliedern nicht als verbandsklageberechtigte Tierschutzorganisation in Baden-Württemberg anzuerkennen. Eine Revision wurde nicht zugelassen. Daraufhin reichte PETA Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ein, der diese nun zurückgewiesen hat. Damit ist das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg rechtskräftig.

 

Polen: Starker Strukturwandel in der Schweinehaltung

(AgE) Nach Angabe des polnischen Landwirtschaftsministeriums liegen die Gründe für den starken Strukturwandel der dortigen Schweinehaltung in den letzten sieben Jahren neben der volatilen Marktlage insbesondere in den ASP-Ausbrüchen. Im Jahr 2014 - als die ASP erstmals in Polen nachgewiesen wurde - gab es landesweit 179 000 Schweine haltende Betriebe mit insgesamt rund 10,5 Mio. Tieren. Bis 2019 ging die Zahl der Schweinehaltungen auf 116 000 zurück. Zur Jahresmitte 2021 zählten die Behörden nur noch etwa 92 000 Schweinebetriebe, jedoch mit steigenden Herdengrößen. Die damit einhergehende Professionalisierung habe laut Landwirtschaftsministerium auch zu einer Verbesserung der Biosicherheit und Seuchenprävention geführt.

 

Corona: VION-Schlachthof Landshut vorübergehend zu

Im Vion-Schlachthof in Landshut haben sich mittlerweile 51 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Daher wurde bereits letzte Woche der Standort geschlossen und dort keine Schweine mehr geschlachtet. Nachdem die Zahl der Infizierten gestiegen ist und sich zudem zwischenzeitlich 92 Mitarbeiter in Quarantäne befinden, wird die geplante Wiederaufnahme des Betriebs nun voraussichtlich morgen (Donnerstag, 25.11.) stattfinden. Bis dahin würden die täglich etwa 700 Schweine, die in Landshut geschlachtet worden wären, in die Vion-Schlachthöfe in Vilshofen und Crailsheim geliefert. Jedoch konnte die Zerlegung, Verpackung und der Versand der Fleischprodukte aufrecht erhalten werden.

 

Eingeschränkte Schlachtkapazitäten belasten Schlachtschweinemarkt

(AMI) Am Schlachtschweinemarkt ist teilweise von einer kleinen Entspannung die Rede, die Überhänge nehmen regional ab. Zugleich bereitet die Corona-Pandemie aber große Probleme. Immer wieder kommt es zu Einschränkungen oder Schließungen von Schlachtbetrieben. Aktuell ist davon insbesondere Bayern betroffen, wo der Handel an Schwung verloren hat. Entsprechend bleiben die Überhänge weiter groß. Der Handel mit Schweinefleisch lief zuletzt etwas flotter, insbesondere Verarbeitungsfleisch und edlere Teilstücke waren dabei gefragt. Dennoch halten sich die Preisanpassungen in Grenzen. Aufschläge sind in erster Linie für Lachse zu erzielen. Für Verunsicherung sorgt dagegen weiterhin die Entwicklung der Pandemie. Sollte es zu erneuten Schließungen in der Gastronomie sowie in Kantinen kommen, dürfte das den Handel erneut ausbremsen.

Vereinigungspreis für Schlachtschweine

25.11.2021 – 01.12.2021

Preise frei Eingang Schlachtstätte

Auto-FOM-Preisfaktor: 1,20 € /Indexpunkt

FOM-Basispreis: 1,20 €/kg SG (unverändert)

Schweine:   Überhänge nehmen ab

Ferkel:        Nachfrage etwas lebhafter

VEZG-Basispreis Schlachtsauen

25.11.2021 – 01.12.2021    Preis ab Hof

0,63 €/kg SG (+ 3 Cent)

Quelle: AMI / VEZG

17.11.2021

Landvolk - INFO Schwein

Veranstaltung zu Projekt „100.000 Improvac-Tiere“

Am Freitag, dem 3. Dezember 2021, findet von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr eine Veranstaltung zu dem Projekt „100.000 Improvac-Tiere“ statt. Das Projekt geht zurück auf eine Initiative der Landesbauernverbände Rheinland, Westfalen-Lippe, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Eingeladen sind neben den Projektteilnehmern alle Schweine haltenden Betriebe, Organisationen und Unternehmen.

Die Einladung ist als Anlage beigefügt. Eine Anmeldung per Email an monika.fockenbrock@wlv.de bis zum 26.11.2021 ist unbedingt erforderlich.

 

Erster ASP-Fall bei Hausschweinen in Mecklenburg-Vorpommern

Nachdem in einem Mastschweinebestand mit gut 4.000 Tieren im Landkreis Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) vermehrt Todesfälle aufgetreten waren, wurden Proben zur Untersuchung an das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) gesandt. Dieses hat am Montagabend nun den positiven ASP-Befund bestätigt. Bei dem Betrieb handelt es sich um ein geschlossenes Sauen-Mastschweinesystem an vier Standorten. Derzeit untersucht das FLI die Ursache zum Eintragsweg des Erregers in den Bestand. Bisher gab es in Mecklenburg-Vorpommern keine ASP-Fälle – weder bei Wildschweinen, noch bei Hausschweinen. Die entsprechenden tierseuchenrechtlichen Maßnahmen sowie Restriktionszonen wurden erlassen.

In diesem Zusammenhang erinnert der DBV an die ASP-Risikoampel der QS GmbH, die als kostenfreies digitales Toul jedem Schweinehalter die Möglichkeit zur Überprüfung der individuellen betrieblichen Biosicherheit bietet (https://www.risikoampel.uni-vechta.de/ ).

 

Nachbesserung in der Biosicherheit erforderlich!

Eine unzureichende Biosicherheit wird als Hauptursache für den Eintrag der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Schweine haltende Betriebe angesehen. Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, der Niedersächsischen Tierseuchenkasse und des Friedrich-Loeffler-Instituts wurde seit Ende 2019 untersucht, welche Informationsangebote niedersächsische Schweinehalter zur ASP nutzen und welche der empfohlenen Maßnahmen gegen einen Seucheneintrag sie im Betrieb umsetzen. Das Projekt "„Evaluierung der Maßnahmen zur Prävention des Eintrags von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in landwirtschaftliche Schweinehaltungen“ wurde vom LAVES und vom Landvolk inhaltlich unterstützt (siehe Landvolk-INFO Schwein Nr. 45/2020). Ziel ist es, Beratungs- und Fortbildungsangebote für Schweinehalter diesbezüglich anzupassen und zu verbessern.

Mittlerweile liegen die Ergebnisse des Projekts vor. Im Rahmen der Beurteilung der Biosicherheit ließen sich u.a. bei einer bedenklich hohen Anzahl von Betrieben Defizite bei der Einzäunung und der Umsetzung einer klaren Unterteilung der Schwarz- und Weißbereiche feststellen. Verbesserungsbedarf wurde beispielsweise zudem bei der Schuhhygiene gesehen. Allerdings sahen die meisten Schweinehalter keinen akuten Bedarf, ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu verbessern, da sie zufrieden mit der derzeitigen Umsetzung waren und es für sehr unwahrscheinlich hielten, in naher Zukunft direkt von der ASP betroffen zu sein. An der aktuellen Entwicklung der ASP-Verbreitung ist erkennbar, wie schnell Landwirte direkt von ASP betroffen sein können, auch wenn dies zuvor unwahrscheinlicher erschien. Daher appelliert das Landvolk dringend an die Schweine haltenden Betriebe, ihre aktuellen Biosicherheitsmaßnahmen zu überprüfen und zu verbessern!

 

Ferkelproduktion in Dänemark gesunken

In Dänemark wurden zum 1. Oktober 2021 insgesamt 13,21 Mio. Schweine gehalten, das waren 1,1% weniger Tiere als im Vorjahr. Die schlechte Marktsituation in der Schweineproduktion habe seit zwei Jahren erstmals wieder zu einem Bestandsrückgang geführt, der bei den ungedeckten Jungsauen am größten ausfiel. Insgesamt ist der dänische Sauenbestand um 1,6% auf knapp 1,25 Mio. Tiere gesunken. Dies deutet laut Dachverband der dänischen Land- & Ernährungswirtschaft (L&F) darauf hin, dass die Ferkelproduktion in näherer Zukunft einen Dämpfer erhalten dürfte. Denn bereits Anfang Oktober hatten die dänischen Halter weniger Ferkel im Stall: Die Zahl der Tiere unter 20 kg lag mit 2,69 Mio. um 1,0% unter dem Vorjahresniveau. Auch der lange Zeit boomende dänische Ferkelexport hat aufgrund der geringeren Nachfrage aus Deutschland und Polen an Schwung verloren. So verringerten sich in den ersten drei Quartalen 2021 die Ausfuhren von Tieren zwischen 15 kg und 50 kg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6%.


Digitale Aktion zur Situation in der Schweinehaltung

Diese Woche wird der DBV gemeinsam mit den Landesbauernverbänden in sozialen Netzwerken auf die existenzbedrohliche Lage der Schweinehalter aufmerksam machen. In Form von Videos äußern sich Schweinehalter aus ganz Deutschland zur Situation auf ihren Betrieben und fordern, dass sich Handel, Verarbeiter und Großverbraucher auf eine Vermarktung von deutschem Schweinefleisch mit einer „5xD – Kennzeichnung“, von der Geburt bis zum Laden, einigen. Die Statements wurden seit diesem Montag auf dem Instagram-Kanal des DBV „Die Deutschen Bauern“ sowie auf www.bauernverband.de veröffentlicht.

Vereinigungspreis für Schlachtschweine

18.11.2021 – 24.11.2021

Preise frei Eingang Schlachtstätte

Auto-FOM-Preisfaktor: 1,20 € /Indexpunkt

FOM-Basispreis: 1,20 €/kg SG (unverändert)

Schweine:   Marktsituation angespannt

Ferkel:        leichte Nachfrageimpulse

VEZG-Basispreis Schlachtsauen

18.11.2021 – 24.11.2021    Preis ab Hof

0,60 €/kg SG (unverändert)

Quelle: AMI / VEZG

10.11.2021

Landvolk - INFO Schwein

ASP-Bekämpfung ist nationale Aufgabe

Heute haben sich Vertreter des DBV, des LBV Brandenburg und weiterer Landesbauernverbände sowie des Deutschen Jagdverbandes und des Brandenburgischen Jagdverbandes bei einer Vor-Ort-Begehung an der deutsch-polnischen Grenze über den aktuellen Stand der ASP-Bekämpfung informiert und auf die nationale Tragweite dieser Seuche hingewiesen.

DBV-Veredelungspräsident Hubertus Beringmeier kam ebenfalls an die polnische Grenze, auch um seine Solidarität mit den Brandenburger Schweinehaltern zu demonstrieren: „Die ASP-Ausbrüche führen zu umfangreichen Restriktionen und Marktverwerfungen, die die schweinehaltenden Betriebe an den Rand ihrer Existenz drängen. Bei der ASP-Bekämpfung muss sich der Bund deutlich stärker engagieren. Es muss alles getan werden, dass sich die ASP nicht weiter ausbreitet.“

Der brandenburgische LBV-Präsident Henrik Wendorff bekräftigt die existenzielle Notlage der dortigen Schweinehalter, die unverschuldet in diese Situation geraten sind. „Sie benötigen dringend kurzfristig eine wirksame Unterstützung, ansonsten stehen die meisten vor dem Aus, und das Land verliert endgültig seine regionale Produktion. Auf Grund der nationalen Dimension kommt dem Bund eine entscheidende Verantwortung zu", so Wendorff.

Auch in Sachsen greift die ASP um sich und der sächsische LBV-Vizepräsident Gunther Zschommler unterstreicht, dass „die ASP endlich als nationale Seuche anerkannt werden muss. Sonst droht nicht nur der Zusammenbruch der sächsischen Schweineproduktion, sondern die ASP wird zur Bedrohung für den gesamtdeutschen Schweinebestand. Daher muss der Bund bei der EU umgehend eine Entschädigungserlaubnis für die Schweinehalter beantragen. Zudem ist der Schwarzwildbestand deutlich zu reduzieren.“

 

ASP in Europa weiter aktiv

Laut FLI wurden in diesem Jahr bislang in 13 europäischen Ländern insgesamt 11.755 ASP-Infektionen bei Wild- und Hausschweinen nachgewiesen. Betroffen waren neben EU-Ländern auch Serbien, Moldawien und die Ukraine. Russland ist in dieser Statistik nicht berücksichtigt. Im gesamten Jahr 2020 gab es 12.315 ASP-Ausbrüche. Bei den Hausschweinen liegt die Zahl der aktuell gemeldeten ASP-Ausbrüche mit 1.676 bereits deutlich über dem Vorjahresniveau von 1.241 Fällen. Rumänien liegt hierbei mit 1.495 Nachweisen an erster Stelle; das waren 42 % mehr als im gesamten Vorjahr. Für Polen sind in diesem Jahr bisher 119 ASP-Einträge in Hausschweinebeständen gemeldet (2020: 103 Fälle). In Serbien haben sich die Ausbrüche von 16 auf zuletzt 32 Fälle verdoppelt. In Deutschland ist es bisher bei den drei Nachweisen im Juli in Brandenburg geblieben.

Im Wildschweinebestand wurden 2020 insgesamt 11.074 ASP-Fälle gemeldet; Anfang November 2021 lag deren Zahl bei 10.079. Die meisten davon verzeichneten Ungarn mit 2.474, Polen mit 2.311 und Deutschland mit 2.198 Ausbrüchen.

 

Schlachtschweinemarkt bleibt angespannt

(AMI) – Die Überhänge an schlachtreifen Schweinen scheinen hier und da zwar etwas kleiner zu werden, das Angebot fällt aber weiterhin groß aus. Einzig im Süden belebt sich der Handel teilweise, dennoch bleibt die Lage auch dort angespannt. Problematisch sind dabei die eingeschränkten Schlachtkapazitäten, immer wieder wird von Abbestellungen aufgrund der Corona-Pandemie berichtet.

Der Handel mit Schweinefleisch verläuft aktuell wieder etwas reger als in den Vorwochen. Wie für den November typisch sind besonders alle Arten von Verarbeitungsfleisch gefragt. So werden verstärkt Schultern, Nacken, Bäuche und Speckvarianten geordert. Etwas reichlicher angeboten und weniger nachgefragt werden dagegen Schinken. Die Preisbewegungen halten sich aber generell in sehr engen Grenzen.

In diesem Zusammenhang erinnert der DBV an die Möglichkeit für Schweinehalter zur Beantragung der coronabedingten Überbrückungshilfe III plus noch bis zum 31.12.2021.

Vereinigungspreis für Schlachtschweine

11.11.2021 – 17.11.2021

Preise frei Eingang Schlachtstätte

Auto-FOM-Preisfaktor: 1,20 € /Indexpunkt

FOM-Basispreis: 1,20 €/kg SG (unverändert)

Schweine:   Marktlage fast unverändert

Ferkel:        Nachfrage nur wenig belebt

VEZG-Basispreis Schlachtsauen

11.11.2021 – 17.11.2021    Preis ab Hof

0,60 €/kg SG (unverändert)

Quelle: AMI / VEZG

03.11.2021

Landvolk - INFO Schwein

ASP-Forderungspapier – Seuche endlich eindämmen

Vergangene Woche wurden in Deutschland mehr als 2.500 ASP-Ausbrüche bei Wildschweinen mit steigender Tendenz bestätigt. Denn trotz guter Ansätze besteht für eine erfolgreiche Zurückdrängung der ASP noch erheblicher Verbesserungsbedarf. Daher fordern Deutscher Bauernverband (DBV), Deutscher Jagdverband (DJV) und Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE) in einem gemeinsamen Positionspapier von Bund und Ländern ein konsequenteres Vorgehen gegen die Ausbreitung der Seuche. Aus Sicht des DBV-Veredlungspräsidenten Hubertus Beringmeier tragen bislang die Bundesländer Brandenburg und Sachsen die wesentliche Verantwortung für die Eindämmung in Deutschland und Westeuropa praktisch allein: „Die Bekämpfung dieser Seuche ist eine Aufgabe von nationaler Tragweite. Der Bund sowie das Bundeslandwirtschaftsministerium müssen sich dringend stärker einbringen." DJV-Präsident Dr. Volker Böhning ergänzt: „Die ASP muss endlich energisch eingedämmt werden. Dazu braucht es dringend einheitliche Standards, die Bund, Länder und Kreise gemeinsam verantworten und umsetzen." Wesentliche Forderungen der drei Verbände sind u.a. für Jäger rund um die Uhr geöffnete Kühlzellen, der Aufbau einer zweiten ASP-Barriere östlich der A10, A11 und A13 inkl. Reduzierung der Wildschweinpopulation in diesem Bereich, Ausbildung von Kadaverspürhunden, ein flächendeckendes ASP-Monitoring in den betroffenen Gebieten sowie die standardmäßige Einführung der kostenfreien Tierfund-Kadaver-App. Das Forderungspapier zum „Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest“ finden Sie unter

 https://www.bauernverband.de/presse-medien/pressemitteilungen/pressemitteilung/afrikanische-schweinepest-endlich-eindaemmen.

 

Kompetenzzentrum Isofluran gegründet

(LMU) Bei der Isoflurannarkose von Saugferkeln können Probleme im Bereich des Tierschutzes, der Anwendersicherheit und auch des Umweltschutzes auftreten. Im Rahmen des vom BMEL geförderten Bundesprogramms Nutztierhaltung wurde deshalb im Oktober 2021 von der Ludwigs-Maximilian-Universität München sowie den Schweinegesundheitsdiensten der Landwirtschaftskammern NRW und Niedersachsen ein „Kompetenzzentrum Isofluran" (IsoKomp) gegründet. Das IsoKomp richtet sich an Landwirte, bestandsbetreuende Hoftierärzte, Überwachungsbehörden und Hersteller, die dort kostenfreie Unterstützung und Beratung erhalten. So können z.B. Isofluranmessungen an den Geräten und in der Umgebung vorgenommen werden. Gewonnene Erkenntnisse und Erfahrungen sollen dann Eingang in die landwirtschaftliche Praxis finden.

Weitere Informationen hierzu unter

www.tieraerzteverband.de/bpt/aktuelles/meldungen/2021/2021_10_22_isofluran-kompetenzzentrum.php.

 

Dänemark: Aus für „klimakontrolliertes Schweinefleisch“

Im August 2020 hatten die dänischen Lebensmitteleinzelhändler das sog. „klimakontrollierte Schweinefleisch“ von Danish Crown in ihr Sortiment aufgenommen. Mit einem entsprechenden Logo hatte Danish Crown darauf hingewiesen, dass die dänischen Schweinehalter den klimatischen Fußabdruck ihrer Produktion zwischen 2005 und 2020 um ein Viertel verkleinert haben. Diese Angabe wurde von Greenpeace jedoch als „Greenwashing“ scharf kritisiert und dagegen als „irreführendes Marketing“ geklagt. Vor diesem Hintergrund haben bereits im Sommer dieses Jahres COOP, Lidl und Aldi die derart gekennzeichneten Produkte ausgelistet. Vor kurzem folgten die noch verbliebenen Lebensmitteleinzelhändler.

Vereinigungspreis für Schlachtschweine

04.11.2021 – 10.11.2021

Preise frei Eingang Schlachtstätte

Auto-FOM-Preisfaktor: 1,20 € /Indexpunkt

FOM-Basispreis: 1,20 €/kg SG (unverändert)

Schweine:   Nachfrage impulslos

Ferkel:        Vermarktung bleibt schwierig

VEZG-Basispreis Schlachtsauen

04.11.2021 – 10.11.2021    Preis ab Hof

0,60 €/kg SG (unverändert)

Quelle: AMI / VEZG


Die Produktinfos können Sie auch direkt beim Landesverband unter www.landvolk.net/Mitglieder/Produktinfos oder über die neue Landvolk-App unter https://landvolk.net/landvolk-app abrufen. Sie benötigen dafür lediglich Ihre Mitgliedsnummer, die Sie z. B. auf Ihrer Mitgliedskarte finden.

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