Landwirtschaftlicher Hauptverein für Ostfriesland e.V.

26.11.2021

Landvolk - INFO Pflanze

Terminmarkt:

Terminmärkte aktuell

 

 

18.11.21

26.11.21

Mais (€/t)

Euro-
next:

Jan 22

249,00

  254,50

Mrz 22

247,75

  254,00

Weizen (€/t)

Euro-
next:

Dez 21

297,50

  298,25

Mrz 22

296,00

  300,50

Mai 22

293,50

  298,35

 

 

 

 

CBOT:

Dez 21

267,10

274,30

Mrz 22

270,70

278,70

Mai 22

272,50

280,80

Erdöl ($/barrel)

 

WTI

78,87

73,51

 

Brent

81,00

77,62

Euro/Dollar (1 Euro = …… Dollar)

 

 

1,1208

Sojaschrot (€/t)

CBOT:

Dez 21

365,40

354,20

 Mrz 22

354,80

   345,10

Jul 22

354,20

346,50

Verarbeitungskartoffeln (€/dt)

Eurex

 

 

 

Apr 22

18,60

18,00

                

 

 

Raps (€/t)

Euro-
next:

Feb 22

695,00

673,25

Mai 22

666,00

   648,75

 Aug 22

576,75

   569,50

 CBOT=Terminbörse Chicago, Euronext=Terminbörse Paris, Eurex=Terminbörse Frankfurt

 

Rallye an den Börsen und ruhige Kassamärkte

Unterstützt von der Weizenrallye in Paris und Chicago ging es mit den Weizenpreisen weiter kräftig nach oben. Der Fronttermin in Paris erreichte mit 311,50 EUR/t Rekordniveau. Dabei sind es v.a. Meldungen aus Übersee, die die Kurse treiben, und die lassen sich so zusammenfassen – es ist wenig da, es wird nicht so viel dazukommen wie erwartet, weder mittel- noch längerfristig. Dabei sind es nicht nur die ungünstigen Witterungsbedingungen, die aktuelle Ernten bzw. Aussaat beeinträchtigen, sondern auch die limitierten Transportmöglichkeiten aufgrund hoher Energiepreise und Corona-bedingtem Arbeitskräftemangels. Außerdem verkaufen Erzeuger im Hausse-Markt nur sehr zögerlich. So ist auch das Neugeschäft in Deutschland nach wie vor überschaubar. Höhere Forderungen werden durchweg akzeptiert, denn das Kaufinteresse an qualitativ hochwertigen Partien ist ungebrochen lebhaft, sowohl von den Inlandsverarbeitern als auch für den Export. Erzeuger erhielten in der 47. KW rund 10 EUR/t mehr für prompten Mahlweizen, wobei für Qualitätsweizen Spitzengebote von 307 EUR/t frei Erfasserlager genannt wurden. Brotweizen steht bei 280,50 (255-300) EUR/t, Eliteweizen bei 301 (282-317) EUR/t. Im Vorkontraktgeschäft beschränken sich die Umsätze ebenfalls auf Kleinstmengen. Braugerste legte genau wie Brotroggen (298,00 €/t) ebenfalls erneut zu. Es wird fortgesetzt von wenig Umsatz gesprochen. Auch die Bereitschaft der Erzeuger umfangreiche Vorkontrakte abzuschließen, findet wenig Gefallen. (Quelle: AMI)

 

Regionaler Marktkommentar aus Niedersachsen

Niedersachsen-Ost:

Die Getreidepreise zeigen weiterhin feste Tendenz. Insbesondere die Weizenpreise haben noch einmal deutlich zugelegt. Raps und Mais haben dagegen leicht verloren. Raps wird von sinkenden Kursen der Warenterminbörse belastet. Mais steht momentan etwas unter Erntedruck. Die Maiserträge sind zumeist besser ausgefallen als erwartet. Allerdings waren die Feuchtigkeitsgehalte häufig recht hoch. Hier wird angesichts der steigenden Energiekosten mit höheren Trocknungskosten zu rechnen sein. Auf den hiesigen Feldern wird mit den sinkenden Temperaturen auch das Wachstum der Herbstsaaten zurückgehen. Das zu den üblichen Zeiten ausgesäte Getreide hat sich zumeist normal entwickeln können. Regional wurde stärkerer Mehltaubefall in der Wintergerste festgestellt, der zu einer verminderten Winterfestigkeit führen könnte.

 

Niedersachsen-West:

Überaus fest präsentierten sich bis zu Beginn der 47. KW die Preise am Futtergetreidemarkt. Das zur Verfügung stehende Angebot an Futtergetreide fällt dabei nicht allzu umfangreich aus und trifft auf eine durchaus stetige Nachfrage der Mischfutterhersteller. Die vom Erfassungshandel genannten Erzeugerpreise bewegen sich auf Vorwochenniveau, teils auch darüber.

 

Kartoffeln: Ruhe vor dem Sturm

Das Kartoffelgeschäft hat sich nach Einschätzung von Marktbeteiligten weiter abgeschwächt. Der Zukauf in der Landwirtschaft wird überall auf das unmittelbar nötigste begrenzt. Dabei lassen allerdings stark wachsende Probleme mit der Verfügbarkeit von Frachtraum auch nicht viel mehr zu. Auch LKW-Fahrer müssten jetzt genesen, geimpft oder getestet sein. An den Preisen hat sich noch nicht viel verändert. Das könnte sich bald ändern. Im Verarbeitungssektor gibt der Westen Europas die Pace vor, die Preise ziehen an. Bei Speisekartoffeln werden die Bestellung für das Geschäft zu Weihnachten bald zunehmen und die Erzeuger sind kaum willens, gute Lagerkartoffeln zu derzeitigen Preisen abzugeben – vor allem nicht im Südwesten. In der zweiten Dezemberdekade wird mit Aufschlägen für gute Qualitäten gerechnet. (Quelle: AMI)

 

Rapspreise verzeichnen Schwäche

Auch wenn die Rapskurse zweimal scharf nachgegeben haben, die Großhandelspreise zeigen nur auf dem vorderen und auf den Terminen ex Ernte Preisschwäche. Der prompte Rapsmarkt ist derzeit gekennzeichnet von fehlenden Rapspartien, erschwerten Transportbedingungen und dem aktuellen Druck rückläufiger Rohöl- und Pflanzenölnotierungen. Ware ist auf vorderen Terminen kaum erhältlich und Lieferlücken, können nur schwer gedeckt werden. Das Kaufinteresse liegt am Boden, Prämien auf die stark schwankenden Notierungen, Paris zeigt seit 6 Tagen einen Zick-Zack-Kurs mit Ausschlägen bis zu 16 EUR/t, werden zwar herausgehalten, haben aber wenig Wirkung. einzelne Ölmühlen zeigen sich auch bis Jahresende durchaus gut versorgt und bieten wenig, während andere Prämien bis zu 27 EUR/t für prompte Lieferung nennen. Der Invers der Notierungen führt dazu, dass die Prämien auf den Folgeterminen noch größer sind, um überhaupt akzeptable Geldkurse zu zeigen. Hier wird noch etwas Kaufinteresse gemeldet. Der große Preisknick zur nächsten Ernte wird auch erst auf Lieferterminen ab September sichtbar. Die verspätete Ernte in diesem Jahr hat die Käufer vorsichtiger werden lassen. Die Erzeugerpreise neigen ebenfalls zur Schwäche. Gegenüber der Vorwoche ist ein Rückgang auf 675,60 EUR/t zu verzeichnen. Das tangiert den Kassamarkt kaum, denn von gehandelten Mengen wird schon lange nicht mehr gesprochen. (Quelle: AMI)

18.11.2021

Landvolk - INFO Pflanze

Terminmarkt:

Terminmärkte aktuell

 

 

12.11.21

18.11.21

Mais (€/t)

Euro-
next:

Jan 22

241,00

  249,00

Mrz 22

241,00

  247,75

Weizen (€/t)

Euro-
next:

Dez 21

298,50

  297,50

Mrz 22

294,25

  296,00

Mai 22

289,75

  293,50

 

 

 

 

CBOT:

Dez 21

262,70

267,10

Mrz 22

266,40

270,70

Mai 22

267,90

272,50

Erdöl ($/barrel)

 

WTI

80,44

78,87

 

Brent

81,96

81,00

Euro/Dollar (1 Euro = …… Dollar)

 

 

1,1320

Sojaschrot (€/t)

CBOT:

Dez 21

336,20

365,40

 Mrz 22

330,90

   354,80

Jul 22

332,60

354,20

Verarbeitungskartoffeln (€/dt)

Eurex

 

 

 

Apr 22

17,00

18,60

                

 

 

Raps (€/t)

Euro-
next:

Feb 22

703,50

695,00

Mai 22

677,25

   666,00

 Aug 22

590,00

   576,75

CBOT=Terminbörse Chicago, Euronext=Terminbörse Paris, Eurex=Terminbörse Frankfurt

 

Brotgetreide: Kassapreise sehr fest

Die Lage am Logistikmarkt spitzt sich zu und wird am Getreidemarkt zum Dreh- und Angelpunkt. Frachtraum auf der Straße und dem Wasser wird knapp. Parallel zur Maisernte läuft die Rübenernte, sie binden zahlreiche LKW für den Transport, der durch die hohen Energiepreise zudem erheblich teurer geworden ist. Außerdem ist es schwer, Binnenschiffe für den Getreidetransport zu finden. Ein Grund: Gaskraftwerke haben ihre Stromproduktion aufgrund der hohen Gaspreise reduziert. Stattdessen wurden Kohlekraftwerke hochgefahren, die nun deutlich mehr Brennmaterial benötigen. Dadurch wird viel Frachtraum gebunden. Damit ist der Handel am Getreidemarkt erheblich eingeschränkt und führt zu lückigem Nachschub für die Verarbeiter. Gleichzeitig wächst die Konkurrenz am Weltmarkt. Europäischer Weizen ist wettbewerbsfähig, was die gesteigerten Ausfuhren Frankreichs und auch Deutschlands bestätigen. Auch wenn aus den deutschen Hafenstandorten erste Meldungen kommen, dass die Lagerkapazitäten nahezu ausgeschöpft sind und vorerst weniger Ware benötigt wird, bleiben die Exporteure, genau wie die Inlandsverarbeiter weiterhin auf der Suche. Die kleinere Weizenernte und vor allem die äußerst heterogenen, oft den Standards nicht entsprechenden Partien, macht es bereits jetzt, gegen Ende der ersten Wirtschaftsjahreshälfte mühsamer an die gesuchte Ware zu kommen. Zumal Erzeuger ihre „Schätzchen“ in der Hoffnung auf anhaltend feste Preistendenz zurückhalten. Die derzeit vergleichsweise hohen Weizenpreise bremsen allerdings auch die Nachfrage, wobei Handelsunternehmen bereits orakeln, dass weiteres Abwarten nur noch teurer wird. Daher ist momentan am Weltmarkt so viel los. Hier wird aus Angst vor weitaus höheren Forderungen und vor allem unzureichenden Offerten in der zweiten Wirtschaftsjahreshälfte gekauft was geht. Die volatilen Terminkurse haben den deutschen Kassapreisen nichts anhaben können. Aus den, in der Vorwoche noch negativen Prämien zu den Matif-Kursen ist jetzt teils ein sattes Plus geworden. Qualitätsweizen franko Hamburg lag zwischenzeitlich bei +10 EUR/t, um die Kursschwäche auszugleichen. Erlangt gegenüber Brotweizen jetzt einen Aufschlag von 7 EUR/t. Während der Terminmarkt gegenüber Vorwochenlinie maue 0,75 EUR/t verzeichnet, legen die Kassapreise für Mahlweizen, Brotroggen und Braugerste kräftig zu. Auch Erzeuger erhalten in der 46. KW erneut mehr für ihr Getreide, wenn sie denn verkaufen würden. Brotgetreide legt um 10,50-18,20 EUR/t gegenüber Vorwoche zu. Müßig zu betonen, dass damit neue Höchststände erreicht werden. Die Qualitätsprämie für A-Weizen wächst im 1,70 auf knapp 6,50 EUR/t. Brotroggen liegt aktuell 11 EUR/t über Vorwochenlinie, Braugerste knapp 14 EUR/t. Allerdings wird Brotroggen mit 223,60 EUR/t niedriger bewertet als Futtergetreide, so wird für Triticale z.B. 237,80 EUR/t gezahlt.

 

Raps im Sog steigender Sojakurse fester

Der Rapsmarkt war von steigenden Preisen und fortgesetzter Zurückhaltung der Marktteilnehmer geprägt. Mit dem Plus von knapp 32 EUR/t in Paris, von dem Anfang der Woche zwar schon wieder 7,75 EUR/t verloren wurden, befestigten sich die Kassapreise in Deutschland ebenfalls. So legten die Erzeugerpreise gegenüber Vorwoche um knapp 20 EUR/t auf 686,50 EUR/t zu. Die Vorkontraktpreise ex Ernte 2022 sind ebenfalls gestiegen, konnten aber nur vereinzelt noch Neugeschäft generieren. Hier macht sich hinsichtlich der bislang vertraglich gebundenen Mengen deutlich ein Nord-Süd- und Ost-West-Gefälle bemerkbar. Die Aussicht auf eine möglicherweise größere Rapsernte 2022 hat den Preisauftrieb gebremst. Denn sowohl in Deutschland als auch EU-weit sind größere Anbauflächen prognostiziert worden. Mit Blick auf die EU-Rapsernte 2021 erwartet der Monatsbericht von Strategie Grains eine Ausdehnung der Winterrapsfläche um 7 %. Das wären, nach 5,23 Mio.ha zur Ernte 21, rund 5,6 Mio. ha zur Ernte 22. Das wären immerhin 370.000 ha mehr. Für Deutschland wird eine Ausweitung um 6 % auf 1,06 Mio. ha erwartet, während in Frankreich deutlich stärkere 17 % auf 1,15 Mio. ha prognostiziert werden. Die aktuelle UFOP-Prognose zum Anbau von Winterraps erwartet Ähnliches. Nach Umfrage bei den Saatgutanbietern werden mit 1,05-1,08 Mio. ha gerechnet. Damit würde die Anbaufläche das dritte Jahr in Folge zunehmen. (Quelle: AMI)

 

Stabiler Kartoffelmarkt

Mit dem Wechsel von Feldware und Kartoffeln aus Provisorien setzten sich am Markt Aufschläge durch. Die gibt es noch nicht überall, an einem ansonsten aber stabilen Markt, ist das nur noch eine Frage der Zeit. Pommes frites-Rohstoff zeigte zumindest am Terminmarkt eine Schwäche. Die scheint aber schon überwunden. Am Kassamarkt in Deutschland gibt es zur Vorwoche so gut wie keine Veränderung. Das ist auch in Belgien und Frankreich so, nur Niederländern haben ihre ohnehin sehr hohen Notierungen am Montag etwas nach unten korrigiert. Grundsätzlich herrscht leichte Verunsicherung, wie sie die wieder zunehmenden Kontaktbeschränkungen auf die Märkte auswirken. Ausschläge wie im Vorjahr sind aber nicht zu erwarten. (Quelle: AMI)

 

DRV erwartet gute Körnermaisernte

Überdurchschnittliche Erträge tragen in diesem Jahr die Maisernte, da sich die Anbaufläche nicht verändert hat. Aber Ernte, Aufbereitung und Transport gestalten sich problematisch. Der Deutsche Raiffeisenverband DRV rechnet in diesem Jahr mit einer Körnermaisernte von gut 4,2 Mio. t. Das ist ein Plus von rund 5 % zum Vorjahresergebnis, das nur durchschnittlich ausgefallen war. Als Grund für das bessere Ergebnis werden die höheren Erträge angeführt. Während der langjährige Durchschnitt bei 95 dt/ha liegt, werden es in diesem Jahr wohl mindestens 100 dt/ha. Wobei in einigen Regionen schon jetzt ersichtlich ist, dass noch mehr eingefahren wird. Das Ergebnis ist überraschend, denn der Start in die Saison war mit dem kühlen Frühjahr alles andere als optimal. Auch der Drusch verläuft nicht überall optimal. Regen verhindert in einigen Gebieten die rasche Räumung, so dass noch ungewöhnlich viel Mais auf den Feldern steht. Außerdem kommen die Partien oftmals mit zu hohem Feuchtegehalt vom Feld. So sollen Werte von 35 % und mehr keine Seltenheit sein. Das bedarf hohen Trocknungsaufwand, der aufgrund der hohen Energiepreise allerdings sehr kostenintensiv ist. Ein weiteres Problem sind die aktuell zu geringen Transportkapazitäten. (Quelle: AMI)

 

Zuckerpreise tendieren fester

Seit Anfang des Jahres zogen die Weltmarkt-Notierungen für Weißzucker in London und Rohzucker in New York deutlich an. Im Oktober lag die Weißzuckernotierung bei 510,00 USD/t und für Rohzucker bei 433,00 USD/t. Auch der Preis für EU-Weizucker ist gestiegen. der EU-Preis für Weißzucker konnte sich im September auf 410,00 EUR/t befestigen. Ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bedingt den Anstieg der Forderungen im Vergleich zum Vorjahr. Im weltweiten Vergleich der größten Zuckerproduzenten liegt die EU mit 15,8 Mio.t an dritter Stelle hinter Brasilien und Indien. Die Weltzuckerproduktion beläuft sich nach USDA-Angaben voraussichtlich auf 185,5 Mio.t. Dabei sind die größten Exporteure Brasilien und Thailand und China und Indonesien, die Länder mit den höchsten Importen. Am meisten Zucker wird insbesondere in Indien mit 28,5 Mio. t und in der EU mit 16,8 Mio.t verbraucht. Die Anfang Oktober erschienene Ernte- und Erzeugungsschätzung der WVZ für das laufende Zuckerwirtschaftsjahr zeigt, dass auf 354.131 ha rund 4,47 Mio. t Weißzucker erzeugt werden. Das sind 1,7 % mehr als im Vorjahr. Der Zuckergehalt ist durch das etwas weniger sonnige und warme Wetter etwas unter dem des Vorjahrs von 17,8 %. Der Ertrag/ha konnte aber gesteigert werden. (Quelle: AMI)

12.11.2021

Landvolk - INFO Pflanze

Terminmarkt:

Terminmärkte aktuell

 

 

05.11.21

12.11.21

Mais (€/t)

Euro-
next:

Jan 22

243,25

  241,00

Mrz 22

241,00

  241,00

Weizen (€/t)

Euro-
next:

Dez 21

291,50

  298,50

Mrz 22

286,75

  294,25

Mai 22

281,50

  289,75

 

 

 

 

CBOT:

Dez 21

247,90

262,70

Mrz 22

251,90

266,40

Mai 22

253,20

267,90

Erdöl ($/barrel)

 

WTI

79,80

80,44

 

Brent

81,20

81,96

Euro/Dollar (1 Euro = …… Dollar)

 

 

1,1448

Sojaschrot (€/t)

CBOT:

Dez 21

322,30

336,20

 Mrz 22

319,20

   330,90

Jul 22

325,50

332,60

Verarbeitungskartoffeln (€/dt)

Eurex

 

 

 

Apr 22

20,00

17,00

                

 

 

Raps (€/t)

Euro-
next:

Feb 22

688,75

703,50

Mai 22

669,25

   677,25

 Aug 22

589,75

   590,00

CBOT=Terminbörse Chicago, Euronext=Terminbörse Paris, Eurex=Terminbörse Frankfurt

 

Positive Aussichten beim Weizenpreis

Die Weizenkurse an der Euronext in Paris setzten den Aufwärtstrend fort, erreichten am 11.11.2021 einen Rekordwert von 296,75 EUR/t und visieren damit die Linie von 300 EUR/t an. Diese war zuletzt 2007 erreicht worden. Der globale Weizenmarkt befindet sich in diesem Jahr in einem Ungleichgewicht: Das Angebot der großen Exporteure reicht nicht aus, um die Rekordnachfrage der Importländer zu decken. "Eine Reihe von Faktoren hat den Preisanstieg begünstigt. Die vielleicht wichtigste Meldung kam aus Russland", sagte Tobin Gorey, Direktor für Agrarstrategie bei der Commonwealth Bank of Australia. "Der Landwirtschaftsminister des Landes sagte, er könnte die Exportsteuer ändern, um die Ausfuhren gegebenenfalls weiter einzuschränken. Das eingeschränkte Angebot aus Russland und die leeren Silos in Europa bedeuten, dass sich die Welt zunehmend nach anderem Weizen umsehen wird, Australien eingeschlossen." Dort wird jedoch inzwischen befürchtet, dass heftige Regenfälle die Weizenernte schädigen könnten, so dass die Gefahr besteht, dass die reifende Weizenernte im östlichen Drittel des Weizengürtels des Landes umkippt, so die Commodity Weather Group in einer Mitteilung. Russland überlegt nun, die Berechnung der Ausfuhrsteuern für Getreide im Falle von weiteren Preiserhöhungen zu ändern, sagte Landwirtschaftsminister Dmitri Patruschew. Daneben plant Russland außerdem die Festlegung von Exportquoten für die erste Hälfte des Jahres 2022. (Quelle: Reuters)

 

Kartoffeln: Nachfrage durch steigende Inzidenzen gehemmt

Mit dem vollständigen Umstieg auf durchgeschwitzte Lagerkartoffeln, zogen nun auch weitere Regionen nach und fordern einen Lageraufschlag, lediglich im Süden ist dieser bisher noch nicht durchgesetzt. Trotz einiger Werbeanstöße des LEHs hält sich die Nachfrage in Grenzen. Die steigenden Inzidenzzahlen hemmen die Kaufbereitschaft. Das Angebot ist abhängig von der Region, teilweise ist es mehr als ausreichend und wird auch überregional vermarktet aber teilweise warten die Erzeuger auf bessere Preise, bevor sie ihre Lager öffnen und halten das Angebot so eher knapp. Die Absortierungen sind immer noch recht hoch und auch die Vielzahl an großkalibrigen Knollen lassen sich nur schwer am Markt platzieren. Die Situation am Markt für freien Verarbeitungsrohstoff ist unverändert. Angebot und Nachfrage halten sich größtenteils die Waage und die Preise tendieren weiterhin fester. (Quelle: AMI)

 

Regionaler Marktkommentar aus Niedersachsen

Niedersachsen-Ost:

Die Getreidepreise wurden in der vergangenen Woche erneut moderat erhöht. Vor allem die gute Exportnachfrage dient weiterhin als Unterstützung der Preise. Darüber hinaus sorgt auch die unsichere Entwicklung am Düngemittelmarkt für Auftrieb, denn es gibt bereits Befürchtungen, dass im kommenden Jahr mit Ertragseinschränkungen zu rechnen sein dürfte. Mit der Hoffnung auf weiter steigende Preise geht die Abgabebereitschaft der Erzeuger zurück. Zudem belasten die hohen Frachtkosten und mangelnder Frachtraum die Handelsaktivitäten.

Niedersachsen-West:

Angetrieben von den jüngst sprunghaft gestiegenen Terminkursen waren auch am Kassamarkt wieder höhere Gebote für Futtergetreide zu hören. Verarbeiter suchen vielfach Ware, während sich die Abgabebereitschaft in Grenzen hält. Auch die vielfach eingeschränkte Logistik führt zu steigenden Preisen. Die Erzeugerpreise für Futtergetreide und die Forderungen für Zukaufgetreide lagen somit zumindest wieder auf Vorwochenhöhe, teils sogar leicht darüber.

 

Raps durchbricht die 700-Euro-Mauer

Auch an der Pariser Börse sorgte die Veröffentlichung des jüngsten USDA-Berichts für Aufruhr. Während die Rapsnotierungen zum Beginn der laufenden Handelswoche noch durchweg negative Vorzeichen zeigten, legten sie zuletzt mit einem Tagesplus von 16,75 EUR/t kräftig zu. Sowohl am Mittwoch als auch am Donnerstag schlossen die Kurse damit über 700 EUR/t. Auch die späteren Termine bleiben auf einem hohen Niveau, der August ´22 liegt inzwischen bei stolzen 587,50 EUR/t. Angetrieben wurden die Kurse dabei von sprunghaften festen Sojanotierungen in Chicago, nachdem das US-Landwirtschaftsministerium im Zuge seines jüngsten Berichts die globale prognostizierte Erzeugung überraschend tiefer avisierte. Marktteilnehmer spekulierten auf eine Anhebung der Schätzung. Demgegenüber wurde die prognostizierte globale Rapserzeugung um 0,14 auf 67,50 Mio. t leicht nach oben korrigiert. Damit wird das laufende Wirtschaftsjahr mit 7,1 % weiterhin deutlich unter Vorjahreslinie gesehen. (Quelle: AMI)

 

FAO Getreidepreis-Index gut ein Fünftel über Vorjahreslinie

Der FAO-Getreidepreisindex lag im Oktober 21 bei durchschnittlich 137,1 Punkten und so 3,2 % höher als im September 21 und 22,4 % über Vorjahreslinie. Grund ist der Preisanstieg für alle beobachteten Getreidearten. So befestigten sich die Weltmarktpreise für Weizen den vierten Monat in Folge, im Oktober um weitere 5 % und erreichten mit einem Plus von 38,3 % gegenüber Vorjahresniveau den höchsten Stand seit November 12. Die knappere Verfügbarkeit am Weltmarkt aufgrund der kleineren Ernten in wichtigen Exportländern, insbesondere in Kanada, Russlands und den USA, erhöhte die Preise. Insbesondere das geringere Angebot an Weizen höherer Qualität beflügelte, wobei Premiumsorten den Preisanstieg anführten. Von den Futtergetreidearten zogen die Gerstenpreise am stärksten an, gestützt durch lebhafte Nachfrage, begrenztes Angebot und der allgemeinen Kursbefestigung für Agrarrohstoffe. Denn auch die Maispreise zogen an, unterstützt von der Befestigung der Energienotierungen. Der Anstieg wurde allerdings von zunehmendem saisonalem Angebot und fahrtaufnehmenden US-Exporten etwas gebremst. Auch die internationalen Reispreise befestigten sich im Oktober 21 weiterhin und dass, obwohl die Haupternte in verschiedenen asiatischen Ländern begonnen hat.

(Quelle: AMI)

05.11.2021

Landvolk - INFO Pflanze

Terminmarkt:

Terminmärkte aktuell

 

 

29.10.21

05.11.21

Mais (€/t)

Euro-
next:

Jan 22

241,00

  243,25

Mrz 22

-

  241,00

Weizen (€/t)

Euro-
next:

Dez 21

281,75

  291,50

Mrz 22

277,50

  286,75

Mai 22

273,75

  281,50

 

 

 

 

CBOT:

Dez 21

243,50

247,90

Mrz 22

247,50

251,90

Mai 22

248,60

253,20

Erdöl ($/barrel)

 

WTI

82,90

79,80

 

Brent

83,80

81,10

Euro/Dollar (1 Euro = …… Dollar)

 

 

1,1552

Sojaschrot (€/t)

CBOT:

Dez 21

313,80

322,30

 Mrz 22

313,70

   319,20

Jul 22

319,70

325,50

Verarbeitungskartoffeln (€/dt)

Eurex

 

 

 

Apr 22

20,00

20,00

                

 

 

Raps (€/t)

Euro-
next:

Feb 22

672,75

688,75

Mai 22

657,50

   669,25

 Aug 22

-

   589,75

CBOT=Terminbörse Chicago, Euronext=Terminbörse Paris, Eurex=Terminbörse Frankfurt

 

Raps: Preisbefestigung ohne Markt

Mit anhaltender Unterstützung aus Paris kletterten die Rapspreise in Deutschland auch in der aktuellen Woche weiter nach oben. In einigen Regionen wird jetzt schon auf das Überspringen der Marke von 700 EUR/t spekuliert. Aus diesem Grund werden die Restmengen von Erzeugerseite zurückgehalten. Allerdings ist auch nicht mehr viel freie Ware der Ernte 21 vorhanden. In einigen Regionen wird von einem Verkaufsstand von bis zu 65 % gesprochen. Das erklärt die starke Verunsicherung, die auch die Börsennotierungen weiter nach oben treiben. Wo soll in der zweiten Jahreshälfte der Rohstoff noch herkommen und das in einem Markt, in dem, trotz des hohen Einstandspreises für Raps, die Verarbeitungsmargen noch immer stimmen. Gedrosselt werden die Umsätze allerdings auch von unzureichenden Transportkapazitäten, die schnelle Ware verhindern und alle weiteren Lieferungen zusätzlich verteuern. Ölmühlen verändern in den schnellen Märkten kaum ihre Prämien, die für Ware der Ernte 21 weiterhin deutlich über der Euronext-Notierung liegen. Dafür ist aber keine Ware zu bekommen. So sieht es auch auf den nachfolgenden Terminen aus. Geld- und Briefkurse, sofern letztere vorhanden sind, liegen weit auseinander. Die Erzeugerpreise befestigten sich in der 44. KW um knapp 12 auf 666 EUR/t wobei Spannen von 602 bis 699,50 EUR/t aus den Regionen gemeldet wurden. Raps der nächsten Ernte befestigte sich in gleichem Maße auf knapp 549 (525-569) EUR/t, was allerdings nur noch wenig zu Neuabschlüssen genutzt wurde. (Quelle: AMI)

 

Weizen nähert sich Rekordmarke

Die Weizenkurse an der Euronext in Paris kletterten auch in der laufenden Berichtswoche weiter nach oben. Damit nähern sich die Notierungen allmählich dem historischen Höchststand von 303 EUR/t, der am 05.09.07 erreicht worden war. Angetrieben wurden die Kurse in den vergangenen Handelstagen von den Erhöhungen der Rohstoff- und Energiepreise. Mangelndes Angebot sowie die unzureichende Verfügbarkeit an Transportmitteln bedingten ebenfalls den Anstieg. In Chicago könnten die Weizenfutures nach einer Verschnaufpause ihre Rallye ebenfalls fortsetzen, so die Commerzbank in einer Mitteilung. „Solange es keine Anzeichen dafür gibt, dass die Nachfrage durch das hohe Preisniveau gebremst wird, halten wir weitere Höchststände für möglich.“ Laut Agritel dürfte die Aussicht auf ertragsreiche Weizenernten in Argentinien und Australien im laufenden Wirtschaftsjahr den Druck auf die globale Versorgungsbilanz jedoch etwas verringern. Regen in Argentinien in der letzten Woche hat die Maisaussaat 2021/2022 und die Entwicklung der Weizenbestände vorangetrieben, teilte die Getreidebörse in Buenos Aires am Donnerstag mit. Eine frühere Hitzewelle hatte zu Befürchtungen geführt, dass die Saison durch Trockenheit behindert werden würde. (Quelle: AMI/Reuters)

 

Regionale Lageraufschläge für Speisekartoffeln

Die Kartoffelernte ist abgeschlossen und frische Feldware ist größtenteils nicht mehr verfügbar. Mittlerweile wurden die ersten Lager geöffnet und durchgeschwitzte Kartoffeln gelangen in einigen Gebieten mit Lageraufschlägen bis zu 4,00 EUR/dt auf den Markt. Es werden aber in den kommenden Tagen und Wochen sicherlich noch weitere Regionen einen Lageraufschlag fordern. Die Nachfrage nach Speisekartoffeln hält sich aktuell in Grenzen. Die Preise für Verarbeitungsrohstoff tendieren weiterhin fester. Die Nachfrage auf dem freien Markt ist etwas belebter, allerdings sind zum Teil keine Übermengen für den freien Markt vorhanden. (Quelle: AMI)

 

Regionaler Marktkommentar aus Niedersachsen

Niedersachsen-Ost:

Die Tendenz am Getreidemarkt ist weiterhin sehr fest. Die regen Exportaktivitäten an den globalen Märkten sorgen für einen weiteren Kursanstieg an den Warenterminbörsen, der sich auch auf die Erzeugerpreise vor Ort niederschlägt. Auf den hiesigen Feldern ist die Weizenaussaat bei zumeist guten Bedingungen vorangeschritten. Die milden Temperaturen der letzten Wochen haben zu einer guten Entwicklung der Bestände geführt. Die Rapsbestände zeigen ebenfalls ein erfreuliches Bild. Selbst die Pflanzen, die unter schwierigen Bedingungen wie z.B. Verschlämmungen ausgesät worden sind, haben sich aufgrund der günstigen Witterungsbedingungen in den vergangenen Wochen noch gut entwickeln können. Der Rapspreis hält sich trotz eines zwischenzeitlichen Rücksetzers an der Börse weiter auf hohem Niveau.

 

Niedersachsen-West:

An den Märkten für Futtergetreide und Körnermais waren bis zu Beginn der aktuellen Woche weiterhin sehr feste Preisentwicklungen zu beobachten. Die hierzulande genannten Erzeugerpreise für Futtergetreide lagen im Vergleich zur Vorwoche auf erneut leicht erhöhter Basis. Gleiches galt auch für die verlangten Forderungen für Zukaufgetreide. Trotz der hohen Preise fällt das zur Verfügung stehende Angebot gering aus, da weiterhin nur wenig Verkaufsbereitschaft gezeigt wird. Die Verfügbarkeit ist somit eingeschränkt, obwohl Kaufbedarf der Mischfutterindustrie besteht. Zumindest kurzfristig rechnen die Marktbeteiligten mit weiterhin fest gestimmten Märkten.

 

Dünger weiter teuer und knapp

Die Preise klettern weiter und die Verfügbarkeit wird nicht besser, die Lage auf dem Düngermarkt bleibt angespannt. Neben den hohen Gaspreisen sind auch fehlende Transportkapazitäten ein großes Problem. Russland erwägt inzwischen eine Exportabgabe, um genügend Dünger im Land zu halten. Sollte Moskau das Vorhaben umsetzen, dürften die Auswirkungen auf den deutschen Düngermarkt überschaubar bleiben, der Anteil russischer Ware ist sehr klein. Auch in den USA ist der Dünger inzwischen so teuer wie seit 14 Jahren nicht mehr. Der DBV führt währenddessen weiterhin Gespräche mit den zuständigen Ministerien bezüglich einer Aussetzung der Anti-Dumping-Abgabe auf AHL. In enger Abstimmung mit anderen nationalen Bauernverbänden und COPA/COGECA finden auch auf europäischer Ebene diesbezüglich Gespräche statt. (Quelle: DBV, Bloomberg News)

Die Produktinfos können Sie auch direkt beim Landesverband unter www.landvolk.net/Mitglieder/Produktinfos oder über die neue Landvolk-App unter https://landvolk.net/landvolk-app abrufen. Sie benötigen dafür lediglich Ihre Mitgliedsnummer, die Sie z. B. auf Ihrer Mitgliedskarte finden.

Copyright © Landw. Hauptverein für Ostfriesland e.V. - Südeweg 2 - 26607 Aurich - Telefon: 0 49 41 / 60 92 50
Zum Seitenanfang